Vögel, Katzen, Kaninchen, Hunde und sogar Wildtiere – das Tierheim Erlangen hat zahlreiche Bewohner. Manche werden vermittelt, andere bleiben über Jahre. Dass das alles Geld kostet, ist klar. Doch jetzt steigen auch noch die Preise. Und Sanierungsbedarf besteht auch.
Rund 25 Tausend Euro – so viel hat das Tierheim Erlangen allein im vergangenen September für Tierarztrechnungen bezahlt. Wolf Pröschel ist Vorsitzender des Tierschutzvereins – dem Träger des Heims. Er schaut mit Sorge auf die finanzielle Lage.
Für das nächste Jahr ist noch Geld da. Doch wie es danach weitergeht, ist offen. Die Rücklagen schmelzen durch die gestiegenen Kosten. Zudem ist das Heim an vielen Stellen in die Jahre gekommen. Heizungen rosten, die Hundezwinger sind alt und bei Regen tropft es durchs Dach.
Rund 80 Prozent der Gelder stammen aus Spenden. Einen deutlich kleineren Anteil machen kommunale Zahlungen aus. Das Tierheim übernimmt nämlich Aufgaben der Kommune, indem es Tiere versorgt.
Dafür erhält das Tierheim rund 84 Tausend Euro pro Jahr. Bei Gesamtkosten von rund 600 Tausend Euro fällt das aber nicht allzu sehr ins Gewicht. Zusammengefasst: Das Heim braucht mehr Geld.
Aber nicht nur finanziell können Interessierte unterstützen. Auch Sachspenden nimmt das Heim gerne an.
Stolz ist Wolf Pröschel aber trotz Geldsorgen auf die vielen Ehrenamtlichen, die mit Hunden Gassi gehen oder Katzen streicheln. Denn auch sie sorgen dafür, dass sich die Tiere in ihrer Zwischenheimat wohlfühlen.