Fleißig üben die jungen Bienen gerade noch den ersten Flug. Der Schwarm ist einer von vielen des Imkerverein in Fürth. Der Verein bildet nachwuchs Imker aus und hat deswegen immer rund 20 Bienenstöcke auf dem Gelände an der Mainau. Doch mittlerweile hat sich die Imkerei verändert. Gerade die immer früheren Wärmephasen machen den Bienen zu schaffen. Viele der älteren Vereinsmitglieder würden langsam aufhören. Auch da neben den veränderten klimatischen Bedingungen weitere Probleme die Imker plagen. Die Varroamilbe ist weiterhin stark verbreitet. Die Milbe lässt teilweise ganze Stöcke sterben, wenn sie nicht richtig behandelt wird. In diesem Jahr kam eine neue Herausforderung hinzu: die asiatische Hornisse.
Die Hornissenart frisst besonders gerne Honigbienen. Und sie braucht eine Menge. Ein Hornissenstock frisst um die 25 Kg Insekten. Dabei sind 10.000 Bienen nur ein Kilogramm an Gewicht. Da sie keine natürlichen Feinde hier haben ist besonders die rasante Vermehrung bei den Hornissen ein Problem: Diese kann aus einem Nest bis zu acht neue im nächsten Jahr wachsen lassen. Außerdem können die asiatischen Hornissen sich auf eine Entfernung von bis zu 50 Kilometer im Jahr verbreiten. Auch deswegen ist es wichtig die Hornissen zu beobachten. Mittels eines Dochttopfes können sie angelockt werden um das Nest zu Orten. Denn wirklich helfen tut nur ein Schritt, um die Verbreitung einzudämmen: Die Nester entfernen.
Auch für den Imkereiverein kommt diese neue Herausforderung zu den bereits bestehenden Schwierigkeiten hinzu. Aber der Verein steht nicht ganz allein da. Die Stadt unterstützt die Imker, wo sie nur kann. Wie schnell die Hornisse sich im kommenden Jahr in Fürth verbreitet, wird sich zeigen. Die Milben und die heißen Sommer werden aber sehr wahrscheinlich den Imkern weiter zusetzen.