Seit 2001 zeigt das Rundfunkmuseum in Fürth im ehemaligen Direktionsgebäude der Firma Grundig die fast 100-jährige Geschichte von Radio und Fernsehen. Das Haus ist in die Jahre gekommen, daher begann vor rund zwei Jahren mit dem Spatenstich die umfassende Sanierung. Auch das Ausstellungskonzept hat sich verändert. Dazu gehört auch, dass viele Exponate in die Depots weichen musste. Und davon erzählt jedes Gerät eine Geschichte.
In den späten Fünfzigern kamen Transistorradios auf den Markt. Für die Technik ein wichtiger Schritt, denn so haben sich die Radios deutlich verkleinert. Die Unternehmen konnten dadurch außerdem ihren Markt erweitern.
Neben dem Handtaschenradio sind einige Unternehmensakten der Firma Grundig im Depot ausgestellt, die spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des Traditionsunternehmens geben. Insgesamt werden im Depot rund 10.000 Groß- oder Komplettgeräte sowie 30.000 bis 40.000 Ersatzteile ausgestellt.
Es ist eine Reise in die Vergangenheit. Früher brauchte man laut Stefen Henricks für einige Rundfunkgeräte sogar eine Schulung, damit das Radio nicht selbst zum Stör-Sender wird. Damals hatten Grammophone, Radios und Stereoanlagen eine deutlich wichtigere Bedeutung.
Nicht nur das Gebäude, sondern auch das Museumskonzept kriegt einen neuen Ansatz. Die Ausstellung taucht tiefer in die Kultur- und Sozialgeschichte von Hörmedien ein. Kinder lernen per Experimenten und Workshops die emotionale Bedeutung von Rundfunkgeräten kennen. Wer das Rundfunkmuseum kennenlernen will, kann das bei einer Führung am Sonntag, den 22. Februar um 14 Uhr und 15.30 Uhr.