Ein prüfender Blick über die 16 Quadratmeter große Fläche. Ein kleiner Handgriff, um die letzten Figuren etwas auszurichten, dann ist das Werk von Thomas Rodriguez wieder voll aufgebaut. Die Miniatur-Kärwa ist seit 2019 ein fester Bestandteil der Michaelis Kirchweih. Im Maßstab 1:87 erwachen hier die 40 Fahrgeschäfte und knapp 100 Buden der großen Kirchweih zum Leben. Die vielen LEDs beleuchten dabei auch das Treiben der 25.000 Figuren. Für den Erbauer Thomas Rodriguez fing das Projekt dabei besonders an.
Direkt gegen über der kleinen Kärwa können sich die Besucher in einem besonderen Schausteller leben umschauen. In der Ausstellung “Hereinspaziert – Manege frei!” werden Einblicke in das Leben jüdischer Zirkusfamilien in den 1930ger Jahren gegeben. Die Familien haben auch einen besonderen Bezug zur Kleeblattstadt. Alle traten Sie einmal in Fürth auf. Teilweise sogar während der Michaelis-Kärwa. In der Ausstellung können Besucher das Leben der Familien anhand von besonderen Exponaten erleben.
Auch bei der Mini-Kärwa gibt es ein besonders Ausstellungsobjekt. Das “Färdderla”. Diese Besondere Figur ist eine Homage an den Fürther Humoristen Fritz Bölian. Er hat einen beständigen Platz in der Miniatur Kärwa. Die Anlage von Rodriguez ist mit 75.000 Euro Materialkosten teuer. Aber er investiert gerne mit den Wunsch Junge Menschen mit dem Projekt zu erreichen. Und das bunte Treiben auf der Mini-Kärwa lädt auf jeden Fall ein, mal kurz das Handy wegzulegen. Im vergangenen Jahr lockte der kleine Michaelis Zwilling über 7.000 Besucher ins Museum. Wer sich in diesem Jahr das kleine Kärwa-Treiben ansehen möchte, hat noch bis Sonntag Zeit. Dann zieht die kleine Kärwa wieder in den Rollcontainern, zurück in den Keller von Thomas Rodriguez, bevor sie im nächsten Jahr wieder ihren großen Auftritt hat.