Seit 2018 steht das ehemalige Waldheim Sonnenland mitten im Fürther Stadtwald leer. Die Stadt berät seither darüber, wie der Lost Place künftig wieder genutzt werden kann. Nun hat der Bauausschuss grünes Licht für ein Projekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft gegeben. Die WBG Fürth möchte das Anwesen umbauen und anschließend als Eigentumswohnungen verkaufen. Das Vorhaben sorgt nun für kontroverse Diskussionen.
Graffiti an den Wänden, eingeschlagene Fenster, Efeu an den Fassaden: Seit seiner Schließung vor acht Jahren ist das ehemalige Wohn- und Erholungsheim dem Verfall preisgegeben. Nun kommt Bewegung in die Grundstücksplanungen.
Bauausschuss winkt Projekt mehrheitlich durch
Die WBG Fürth verfolgt ihre Pläne bereits seit mehreren Jahren. Jetzt gibt es grünes Licht aus dem Rathaus.
2021 hatte der Stadtrat die Entscheidung zunächst vertagt, um Alternativen prüfen zu lassen. Viele Stimmen hätten sich lieber einen gemeinnützigen Zweck gewünscht.
hochpreisige Eigentumseinrichtungen statt KiTa, Schule oder Mietwohnungen
Statt einer KiTa oder Schule soll nun also neuer Wohnraum mitten im Fürther Stadtwald entstehen. Doch auch das Wohnkonzept steht in der Kritik.
In den kommenden Wochen und Monaten will die Stadt nun die Umsetzung des Bauprojekts vorantreiben. Mit einem 9-Millionen-Euro-Budget könnte der Umbau bis Ende 2028 bereits abgeschlossen sein. Bis dahin wird das frühere Erholungsheim aber wohl noch für viele Diskussionen im Fürther Rathaus sorgen.