Ursprünglich war er als Standplatz für Lokomotiven der Ludwig-Süd-Nord-Bahn gedacht und spielte eine zentrale Rolle für den Rangierverkehr zwischen den Bahnhöfen in Fürth und Nürnberg. Heute ist der historische Lokschuppen in Fürth eins der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt. Das Problem: Vernachlässigung, Vandalismus und ein Brand haben dem Gebäude stark zugesetzt. Pläne zur Sanierung und Nutzung gab es bisher viele und einer davon hätte eigentlich schon längst in die Tat umgesetzt werden sollen…
Ein Kulturzentrum, ein Ort der Begegnung und des Austauschs – eigentlich hätte der Historische Lokschuppen in Fürth schon längst saniert und für seine neue Bestimmung geöffnet werden sollen. Stattdessen steht das Gebäude im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Abstellgleis und verfällt zunehmend.
Der Offizielle Startschuss dafür fehlt bisher. Fest steht aber: Ein Abriss des Lokschuppens ist keine Option, denn das Gebäude aus dem Jahr 1860 steht unter Denkmalschutz. Die Sanierung wird in jedem Fall einen Millionenbetrag verschlingen.
Ein Grund für den momentanen Stillstand könnten die Rahmenbedingungen sein, die alles andere als einfach sind. Zu den baulichen Anforderungen im Denkmalschutz kommt die unmittelbare Nähe zu den Gleisen, die ebenfalls eine große Herausforderung darstellt. Zum Beispiel muss noch untersucht werden, wie sich die Erschütterungen vorbeifahrender Züge auf Menschen, die sich im Gebäude befinden auswirken. Die Stadt jedenfalls hält an der Umsetzung der bisherigen Pläne fest.
Die Weichen sind gestellt. Wann der Lokschuppen das Abstellgleis verlässt und seine neue Reise als Kulturzentrum antritt, ist jedoch unklar.