In Lauf an der Pegnitz fahren Personen- und Güterzüge mit Diesel. Das soll eigentlich nicht so sein. Nicht umweltfreundlich und ineffizient. Deshalb wird seit Jahrzehnten eine Elektrifizierung der sogenannten Franken-Sachsen-Magistrale geplant. Aber das Großprojekt der Deutschen Bahn ist ins Stocken geraten.
Die Elektrifizierung wurde in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Dennoch wurde das Projekt trotz Auftrag des Bundes nicht vorangetrieben.
„Projekte des Bundesverkehrswegeplans BVWP müssen für die Umsetzung einen volkswirtschaftlichen Nutzen aufweisen. Dies war zwischenzeitlich für dieses Projekt nicht der Fall, weshalb die Planung pausierte. Die volkswirtschaftliche Neubewertung der Franken-Sachsen-Magistrale erfolgte durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und hatte eine positive Bewertung zum Ergebnis. Aktuell liegt der Deutschen Bahn kein Auftrag des Bundes zur Neuaufnahme der Planung der Franken-Sachsen-Magistrale vor.“ – Sprecherin der Deutschen Bahn
Gefordert ist nun also das Bundesverkehrsministerium. Ein neuer Planungsauftrag soll bis Ostern erteilt werden. Die Zeit drängt also. Eine Anfrage von Franken Fernsehen über den Stand der Planung ließ das Bundesverkehrsministerium unbeantwortet.
Sollte alles nach Plan laufen, soll die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale bis Mitte der 30er Jahre abgeschlossen sein. Armin Kroder hält diesen Zeitplan für realistisch und freut sich schon jetzt auf eine Fahrt durch das Nürnberg Land – angetrieben allein durch elektrischen Strom.