Do., 15.06.2023 , 16:55 Uhr

Fürths teuerster Neubau: Zwischenstand am Klinikum Fürth

Es ist bislang Fürths teuerster Neubau. Für 140 Millionen Euro werden Um- und Neubaumaßnahmen am Klinikum Fürth vorgenommen.
Zuletzt haben wir im Januar 2022 vor Ort vorbeigeschaut. Damals war neben einer riesigen Baugrube, die seitlich vom Haupttrakt entstanden ist noch kaum etwas zu erkennen.
Nach 2 Jahren Bauzeit hat sich einiges getan. Jetzt ist es Zeit für einen Zwischenstand. Ein erstes Gebäude ist zu erkennen. Seit mittlerweile über zwei Jahren befindet sich das Klinikum Fürth in einer riesigen Baustelle.

Das Ziel der Maßnahmen: Den Patienten ein medizinisches Versorgungsangebot auf höchstem Niveau bieten.

Vorstand Alexander Mohr zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Die letzten beiden Jahre waren geprägt durch die Rohbauphase des OP-Komplexes.
Nur einer von insgesamt drei entstehenden Gebäuden. In den nächsten beiden Jahren soll jetzt der Innen Bau fertiggestellt werden. Eine Baustelle, welche eine Fläche von fast 4000 Quadratmetern erfasst, geht allerdings an keinem spurlos vorbei.

Auf Vier Obergeschossen werden zunächst 11, später 13 OP-Säle entstehen. Darüber hinaus verfügt der Anbau über eine Intensiv sowie zwei Normalstationen. Auch das Herzstück des Klinikums der Haupteingang wir hier seinen Platz finden. Was beim Bau eines Krankenhauses zu beachten ist weiß der Bereichsleiter für Technik, Jochen Schams. Firmen sind schwer zu bekommen und Materialknappheit plus Lieferengpässe lassen die Preise in die Höhe schießen.

Ein Teil von Fürths teuerstem Neubau wird zwar vom Freistaat Bayern bezahlt, trotzdem muss der Umgang mit einer Kostensteigerung gelernt sein. Arbeits- und Behandlungsvorgänge werden in den Neubauten nach neusten Erkenntnissen gestaltet. Ein eigener Hubschrauber Landeplatz mit direktem OP-Zugang wird dringend benötigt und ist aktuell in Bearbeitung.
Gehofft wird darauf das Gebäude im Sommer 2026 in Betrieb nehmen zu können. Bis jedoch die beiden anderen Komplexe fertig sind wird es voraussichtlich über 2030 hinausgehen.

 

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