Der Startschuss ist gefallen, die Bagger stehen bereit. Heute beginnt die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg. Sie gehört für viele zum Alltag. 350 Züge fahren hier täglich. – bis jetzt. Doch genau diese Strecke fällt jetzt komplett aus.
Der Verkehr muss immer wieder fahrplanmäßig neu geregelt werden. Es ist am Ende für den Fahrgast eine Never-Ending-Story. […] Deswegen ist es besser, […] mal fünf Monate zu sperren. – Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturprojekte DB InfraGO
Geplant ist die Sperrung am 10. Juli 2026 wieder aufzuheben. Bis dahin sollen über 88 Kilometer Gleise, rund 40 Weichen und 90 Kilometer Oberleitungen erneuert und verbaut werden. Dazu kommt die Sanierung der Brücke in Burgthann. Im Fokus steht ein barrierefreier Zugang. Die Kosten für das Mammutprojekt: Knapp 1,4 Milliarden Euro.
Es wird nicht von heut auf morgen alles besser werden. Aber ich erwarte, dass man in wenigen Jahren merkt, dass es der richtige Schritt ist. – Christian Bernreiter (CSU), Bayerischer Verkehrsminister
Pendlerinnen und Pendler brauchen jetzt starke Nerven. In den nächsten fünf Monaten sind sie auf Ersatzverkehr angewiesen. Damit verlängert sich die Fahrzeit um rund 45 Minuten.
Die Sanierung zwischen Nürnberg und Regensburg ist erst der Anfang. Insgesamt sieben Strecken-Abschnitte sollen in Bayern erneuert werden. Vom 14. Juni bis 11. Dezember steht dann als nächstes die Sanierung Obertraubling-Passau an. Alle Informationen zu den geplanten Verbindungen und zur Sanierung sind online einsehbar.