Mi., 10.05.2023 , 15:37 Uhr

Gewalt gegen Einsatzkräfte: Das Lagebild in Bayern 2022

Fast 3000 verletzte Polizisten, darunter 22 Schwerverletzte. Das ist der neue Rekordwert aus dem Lagebild zur Gewalt gegen Polizeibeamte in Bayern 2022. Auch Rettungskräfte und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst wurden in den letzten Jahren immer häufiger Ziel von tätlichen Angriffen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft kündigten bereits 2020 enge Zusammenarbeit an, um besonders schwerwiegende Taten schnell zu bearbeiten.  

Gestern stellte die Bayerische Polizei Das Lagebild zur Gewalt gegen Beamte vor. Darin wurde exemplarisch ein Fall aus Fürth vorgestellt. Marco Männer schilderte, wie er bei einer Auseinandersetzung im Polizeipräsidium von einem Mann eine Treppe heruntergestoßen wurde. Dabei wurde er schwer an der Schulter verletzt. Männer verbrachte mehrere Tage im Krankenhaus und spürt nun noch leichte Folgen des Unfalls. Andere Übergriffe sind noch gefährlicher für die Beamten. Acht Angriffe wurden 2022 als versuchte Tötungsdelikte eingestuft, drei Fälle mehr als 2021. In acht weiteren Fällen wurden von den Angreifern Schusswaffen geführt. Nach Innenminister Herrmann gibt es ein breites Spektrum bei den Tätern. Das Täterprofil setzt sich lauf dem Lagebild zum Großteil aus deutschen, männlichen Erwachsenen zusammen. Häufig sind sie unter Einfluss berauschender Mittel und keiner Szene angehörig.

Engmaschige Zusammenarbeit von Polizei und Justiz

Um die Beamten zu schützen, wird in eine bessere Ausstattung der Polizisten investiert. Darunter fallen auch Bodycams und bessere Bewaffnung. Zusätzlich wird juristisch gegen die Angreifer vorgegangen. Das Strafgesetzbuch sieht bei tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor. Zusätzlich kündigte Innenminister Herrmann an, eine intensive Aus- und Fortbildung für die Polizisten zu fördern. Darunter fallen regelmäßige Einsatztrainings in hochmodernen Trainingszentren.  

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