Es ist ein Großprojekt für die Wasserstraßen in Deutschland. In den Neubau der Schleuse Erlangen investiert der Bund 500 Millionen Euro. Der Bau wird dabei als Schwesterbauwerk identisch zur Schleuse Kriegenbrunn errichtet und soll eine Höhe von 18 Metern im Kanal überbrücken. Die Schleuse Erlangen ist Teil einer der wichtigsten europäischen Wasserstraßen zwischen Rotterdam und dem Schwarzen Meer.
Über die Flüsse werden viele Schwer- und Großgütertransporte abgewickelt. Die neue Schleusenanlage soll 190 Meter lang und 12,50 Meter breit werden. Sparbecken sorgen dafür, dass bei jedem Schleusungsvorgang bis zu 60 Prozent des notwendigen Schleusungswassers eingespart werden können. Außerdem soll die neue Schleuse wartungsärmer gebaut werden. Dies ist auch etwas, was aus den Erfahrungen mit der alten Schleuse hervorgegangen ist.
Auch auf die Städte Möhrendorf und Erlangen kommt mit dem Baubeginn einiges zu. Das Bauprojekt liegt in einer für Erlangen wichtigen Trinkwasserschutzzone und die Baustelle bringt auch viel Verkehr. Der Baubeginn der neuen Anlage wird im Januar 2027 sein. Über sieben Jahre werden sich die Bauarbeiten ziehen. 2033 soll dann der vierjährige Testbetrieb der neuen Schleuse starten.