Do., 06.08.2026 , 17:47 Uhr

Grundwasserspiegel sinken: Bundnaturschutz warnt vor Wasserkrise in Bayern

München hatte zuletzt weitreichende Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht. Dabei ging es nicht ums Geld, sondern ums Wasser. Unter anderem durften private Pools nicht mehr befüllt werden und die Bürgerinnen und Bürger waren zum kürzeren Duschen aufgefordert. Die Allgemeinverfügung ist zwar zum 1. August ausgelaufen, doch Bayern befinde sich weiter in einer Wasserkrise, wie der Bund Naturschutz anhand eines Beispiels im Landkreis Roth warnt.  

Hitzewelle seit Wochen

Die Hitze macht aber nicht nur uns Menschen zu schaffen, unter der Erde wächst ein weiteres Problem: sinkende Grundwasserstände. Der Bund Naturschutz warnt deshalb vor einer Wasserkrise in Bayern und fordert ein Umdenken. In Wassermungenau im Landkreis Roth macht der Verband heute deutlich, warum aus seiner Sicht gerade jetzt gehandelt werden muss. Das Wasserwerk versorgt zahlreiche Haushalte der Region – doch der Druck auf die Ressource Grundwasser nehme stetig zu. 

In Wassermungenau fördert die ansässige Reckenberg-Gruppe 4,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Aus Sicht des BN sei das nicht nachhaltig, da die tatsächliche Grundwasserneubildung deutlich geringer ausfalle. Anhaltende Hitzeperioden trocknen die fränkische Rezat und ihre Auen aus.

Wassercent ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht genug

Das Bayerische Umweltministerium verweist auf die Neuauflage der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz, die zum 1. August in Kraft getreten ist. 

„Das Bayerische Umweltministerium unterstützt die Kommunen beim Klimaschutz: (…) Mit dem neuen Förderprogramm sollen beispielsweise natürliche Beschattungen für öffentliche Plätze, Klimawälder, Klimaparks, Dachbegrünungen, klimafreundliche Wasseranlagen zur Kühlung der Umgebung und einfache Systeme zur Regenwassernutzung wie Zisternen gefördert werden.“ – Statement des Bayerischen Umweltministeriums

Der Freistaat sieht mit der Novelle die öffentliche Trinkwasserversorgung deutlich gestärkt. Für Martin Geilhufe ist das aber nicht genug. Auch nicht die Einführung des Wassercents in Bayern.  

Beim Kampf ums Wasser geht es längst sowohl um einen Verteilungskampf als auch um eine nachhaltige Förderung wie in Wassermungenau. 

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