Vom Verkehrszeichen zur Kultfigur: Das Ampelmännchen hat seit den 1960er Jahren eine bemerkenswerte Reise hinter sich. In Ost-Berlin wurde es als Abgrenzung zum Westmännchen erfunden. Nach der Wende machen die Berlinerinnen und Berliner das Zeichen zu einem Maskottchen der Hauptstadt. Mittlerweile ziehen immer mehr Städte mit berühmten Personen oder Motiven ihrer Stadt nach. In Schwabach läuft aktuell ein Pilotprojekt. Das wird auch immer mehr zur medialen Kultfigur – allerdings aus anderen Gründen.
Auf dem Königsplatz in Schwabach geht alles seinen gewohnten Gang. Auf den ersten Blick deutet nichts auf eine „akute Gefahr“ hin. Doch der Schein trügt. Seit Anfang August hält ein Phantom die 40.000-Einwohner-Stadt in Atem. Gerüchten zufolge treibt ein Axtmörder hier in historischer Kulisse sein Unwesen. In der Nähe des Schwabacher Parkbads gibt es eine heiße Spur. Der Verdächtige gibt den Behörden Rätsel auf, er wechselt permanent seine Identität. Um den Fall aufzuklären, sollten Zweiflerinnen und Zweifler die Sache genauer unter die Lupe nehmen. Die Erkenntnis ist im wahrsten Sinne des Wortes: Der Hammer.
Seit 2025 ist das Goldschlägerhandwerk Immaterielles Kulturerbes. Schwabach möchte eines seiner bekanntesten Handwerke durch die Ampel sichtbarer machen. Durch die Form kam es zu Fehlinterpretationen. Falsche Verdächtigungen verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer – eine Schocknachricht in ganz Deutschland. Aktuell ist noch keine weitere Ampel geplant. In der Innenstadt sind sie oft nicht erlaubt. Die Schwabacherinnen und Schwabacher sind in ihrem Urteil über das Motiv noch unentschieden. Trotz der Bedenken soll die Ampel langfristig dortbleiben. Sie könnte für das Ansehen von Stadt und Handwerk Gold wert sein. Denn der Fall um den Axtmörder von Schwabach wird weiterhin für Aufsehen sorgen.