Nach monatelangen Diskussionen ist in Erlangen nun eine wichtige Entscheidung gefallen. Der Haushalt für das Jahr 2026 steht fest. Seit September 2025 wurde im Stadtrat darüber beraten – jetzt ist er endlich beschlossen. SPD, Grüne und ÖDP bildeten dabei die Mehrheit. Zu den größten Streitpunkten zählten die hohe Verschuldung der Stadt, die Stadt-Umland-Bahn sowie mögliche Einschränkungen bei verschiedenen Kulturangeboten.
Fast vier Monate hat es gedauert, doch nun liegt der Haushalt für 2026 vor. SPD, Grüne und ÖDP haben sich auf eine gemeinsame Linie verständigt und gestern bis spät in den Abend über die finanziellen Ausgaben der Stadt beraten. Die CSU war diesmal nicht Teil der Mehrheit. Für CSU-Fraktionsvorsitzenden Christian Lehrmann ist das eine große Enttäuschung.
Insgesamt plant die Stadt Erlangen Ausgaben von rund 550 Millionen Euro für Infrastruktur, Bildung und Kultur. Das sind fünf Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. SPD-Fraktionsvorsitzender Philipp Dees spricht von einem erfolgreichen Haushalt. Vor allem die Ausgaben sind laut ihm gut gewählt.
Trotzdem muss die Stadt künftig genauer auf ihre Finanzen achten. In den letzten Jahren ist die Verschuldung deutlich gestiegen – aktuell liegt das Defizit bei knapp 220 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür sind hohe Steuerrückzahlungen an mehrere große Unternehmen. Die Folge: Sparmaßnahmen stehen an.
Für 2026 hat Erlangen nun finanzielle Planungssicherheit. Gleichzeitig steht die Stadt auch in diesem Jahr vor großen finanziellen Herausforderungen.