Do., 09.07.2026 , 11:07 Uhr

Hitze und Dürre in Franken: Bauernverband befürchtet Ernteausfälle

Der beste Rat ist der Vorrat – das besagt eine alte Bauernregel. Doch diese Vorräte dürften in diesem Jahr kleiner ausfallen als gewohnt. Hitze und ausbleibender Regen haben den Feldern in der Region stark zugesetzt. Beim Erntepressegespräch des Bayerischen Bauernverbands in Wilhermsdorf berichten Landwirte aus dem Kreis Fürth über ihre zukünftigen Ausrichtungen. Dabei haben sie nicht nur mit kurzfristigen Problemen zu kämpfen. 

Ohne Niederschlag sinkt die Qualität

Seit 53 Jahren arbeitet Rainer Niederhöfer auf seinem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Meiersberg. Auf über 80 Hektar Fläche baut er heuer Mais und Getreide zu gleichen Teilen an. Eine erste Bilanz fällt ernüchternd aus. 

In diesem Jahr hat der 62-Jährige den Fürther Kreisverband des BBV zum Erntepressegespräch eingeladen. Jeden Sommer tauschen sich die Bauern über die aktuellen Entwicklungen in der örtlichen Landwirtschaft aus. Ein großes Gesprächsthema heute: Die Hitze und Dürre der vergangenen Wochen. 

Mercosur-Abkommen gefährdet lokale Betriebe

Trotz ausfallender Ernten bleibt das globale Preisniveau für Getreide und Mais stabil. Die Preise für Rindfleisch und Zucker sinken durch das Mercosur-Abkommen hingegen. Während sich Verbraucherinnen und Verbraucher entlastet fühlen, sind die regionalen Landwirte zunehmend besorgt. 

Für die Bauern ist klar: Damit ihre Betriebe eine Zukunft haben, braucht es weitreichende Veränderungen. 

Die regionalen Landwirte erhoffen sich nicht nur politische Unterstützung. Ohne Niederschläge in den nächsten zwei Wochen müssen sie ihren Mais noternten. Und Verbraucherinnen und Verbraucher müssten sich auf Qualitätsverluste einstellen. 

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