Sie ist eine der prächtigsten Straßen in Fürth. Die Hornschuchpromenade mit der Willy-Brandt-Anlage. Die Stadt möchte die Allee aus dem Jugendstil grüner machen. Dafür müssen jedoch viele Parkplätze weichen – vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner. Das sorgte für Streit. Es hat sogar eine Petition für den Erhalt der Parkplätze gegeben. Heute hat mit dem Spatenstich der erste Bauabschnitt begonnen.
Anton Neumaier und sein Team bereiten den Bereich für die ersten Baumaßnahmen vor. Bis zum Dezember 2026 will der Bauleiter mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sechs Bauabschnitten die Hornschuch-Promenade in Fürth umgestalten. Bis Ende des Jahres soll der Abschnitt fertig sein. Davon sind vor allem die Königswarter Strasse und die Willy-Brandt-Anlage betroffen. Denn die Stadt Fürth möchte die ehemalige Adlerstrecke begrünen. Doch gegen die Umgestaltung der ehemaligen Prachtstraße regt sich Prostest unter Anwohnerinnen und Anwohnern. Denn nach aktuellen Plänen sollen 180 der 350 Parkplätze wegfallen. Die Fürtherinnen und Fürther sind geteilter Meinung über die Maßnahme.
Oberbürgermeister Thomas Jung will diese Einwände der Anwohnenden nicht gelten lassen. Beim Spatenstich sieht er in der Maßnahme einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer nachhaltigen Stadt. Ob das Parkhaus die wegfallenden Anwohnerparkplätze kompensieren kann, bleibt abzuwarten. Außerdem wird die ab heute laufende Baustelle zu zusätzlichen Verzögerungen im Stadtverkehr führen. Das gesamte Projekt soll aktuell zehn Millionen Euro kosten – statt ursprünglich acht. 10% der Kosten übernimmt die Stadt Fürth. 90% der Kosten werden gefördert. Ende nächsten Jahres soll die Jugendstilpromenade fertig sein. Anton Neumaier und sein Team sperren jetzt aber erst einmal die Straße für den ersten Bauabschnitt ab.