Di., 30.06.2026 , 16:22 Uhr

Hunde im Klinikum: Wie Vierbeiner den Arbeitsalltag entspannter machen

Ein Hund am Arbeitsplatz sorgt oft für gute Laune und eine entspanntere Atmosphäre. Studien zeigen: Vierbeiner können Stress reduzieren, das Betriebsklima verbessern und sich positiv auf Gesundheit und Produktivität auswirken. Kein Wunder also, dass sich viele der rund zehn Millionen Hundebesitzer in Deutschland wünschen, ihren Vierbeiner mit zur Arbeit zu nehmen. In einem Klinikum scheint das auf den ersten Blick jedoch nur schwer vorstellbar.

Mittagspause für Jessica Endres und Dalmatinerhündin Ronja. Sie ist Therapiehund im Bezirksklinikum Ansbach. Seit drei Jahren läuft dort das Projekt „Hunde am Arbeitsplatz“. Die meisten Patientinnen und Patienten reagieren begeistert auf die Hündin. Wer möchte, kann mit ihr spazieren gehen oder sie bei Einzelgesprächen dabeihaben.

Im Rahmen des Projekts sind mittlerweile rund 80 Hunde auf dem gesamten Klinikgelände unterwegs. Nicht alle sind Therapiehunde. Auch Thore gehört dazu. Er ist dafür zu schüchtern, begleitet sein Herrchen aber als Bürohund zur Arbeit.

Nach Angaben der Klinik sorgt das Projekt für ein besseres Betriebsklima und stärkt die Kommunikation unter den Mitarbeitenden. Das erlebt auch Thores Besitzer Joachim Dietrich. Besonders bei Bewerbungsgesprächen könne ein Hund die Atmosphäre auflockern. Damit ein Hund als Bürohund geeignet ist, muss er jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Für das Bezirksklinikum Ansbach sind die Mitarbeitenden die wichtigste Ressource. Dass Hunde in einem Klinikum mit zur Arbeit dürfen, ist in Deutschland nach wie vor eine Ausnahme. Damit das funktioniert, gelten klare Regeln. Hygiene, Sicherheit von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden sowie ein reibungsloser Klinikbetrieb haben dabei oberste Priorität.

Für Ronja geht es nach der Mittagspause wieder an die Arbeit. Ob Therapiehund oder Bürohund – im Bezirksklinikum Ansbach sind die Vierbeiner inzwischen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags.

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