Bei Erwachsenen schlägt das Herz pro Tag ungefähr 100.000-mal. Immer im Takt. Kommt es aus dem Takt, spricht man von einer Herzrhythmusstörung. Behandelt werden kann diese mit verschiedenen Operationen und Eingriffen. Je nach Ursache der Rhythmusstörung werden Schrittmacher implantiert, Operationen am Herzohr durchgeführt oder elektrophysiologische Verfahren eingesetzt. Am Klinkikum Fürth wurde vor ein paar Wochen hochmoderne Laborräume eröffnet.
Hier wird gerade eine Herzrhythmusstörung behandelt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt sitzt der operierende Arzt aber im Zimmer daneben. Im neuen Op-Trakt der Rhythmologie und Invasiven Elektrophysiologie des Klinikum Fürth arbeitet das Team mit einem neuen System. Genesis gibt es nur 8-mal in Europa, nur einmal in Deutschland.
Der Katheter kann vom Computer aus gesteuert werden. Grund dafür sind zwei riesige Magneten, die von Links und Rechts auf den Behandlungstisch zufahren können. Durch sie kann der Katheter präzise im schlagenden Herz bewegt werden. Durch das Magnetfeld wird der Katheter gezogen, nicht wie herkömmlich geschoben. 1,5 Tonnen wiegt ein Magnet.
Seit zwei Wochen werden hier Patienten behandelt. Bis zu 10 Patienten am Tag können es werden. Neben den herkömmlichen Methoden wird nun eben auch mit dem Genesis-System operiert. Ab jetzt kommt es im Klinikum Fürth also häufiger vor, dass der Operierende Arzt auch mal im Raum nebenan ist.