Di., 24.03.2026 , 17:48 Uhr

Innovation durch Kooperation: Das Medical Valley bringt seit 20 Jahren die Region voran

In den 90er Jahren erlebt die Stadt Erlangen wirtschaftlich schwere Zeiten. Die Hugenottenstadt steht vor der Frage: Wie soll es weiter gehen. Motor dieser Neuausrichtung soll die Gesundheitsbranche werden. Firmen, die Friedrich-Alexander-Universität und die Stadt gründen 2006 das Medical Valley – nach dem Vorbild des Silicon Valley. Jetzt wird in Erlangen und der Region Jubiläum gefeiert. 

Vom Global Player bis zum Start-UP

Künstliche Beatmung soll das Leben erhalten, hat aber auch ihre Probleme Denn die Technik hilft nur beim Einatmen. Außerdem passt der Rhythmus von Atmung und Beatmung nicht zusammen. Viele werden in Narkose versetzt und müssen erst wieder atmen lernen. Wenn das nicht gelingt, werden Betroffene zum Pflegefall. Navid Bonakdar und sein Team wollen das verbessern. Ihr Start-Up in Erlangen hat aktuell etwa 20 Mitarbeitende. Der gebürtige Fürther hat mit seinem Team eine Maschine zur besseren Beatmung von Patientinnen und Patienten entwickelt.  

Mittelfrankens Schlüsselindustrie

Bei seiner Arbeit ist der Biophysiker durch die Infrastruktur des Medical Valley eng vernetzt. So sollen seit 2006 Konzerne, Wissenschaft und Politik im Bereich Gesundheit enger zusammen zu arbeiten. Daraus ist ein Verein mit über 250 Mitgliedern vom Global Player bis zum Start-UP entstanden. Auf einer Podiumsdiskussion zum 20 -jährigen Jubiläums des Valleys schauen die Gründerinnen und Gründer zurück. 2010 verleiht die Bundesregierung dem Verein den Titel “Spitzencluster.” Peter Brehm war mit seinem Betreib bei der Gründung des Medical Valley Vereins dabei. Er hat als Handwerker in den 80er Jahren mit zwei Wissenschaftlern der Universität Erlangen begonnen, künstliche Hüftgelenke aus Titan herzustellen. Mittlerweile führt die Familie den Betrieb in der zweiten Generation. Navid Bonakdar und seine etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen noch am Anfang ihres Weges. Für ihr Projekt haben sie bereits über zwei Millionen Euro an Förderung eingeworben. Egal ob künstliche Beatmung, Gelenke oder bildgebende Geräte: Durch die Vernetzung im Medical Valley kann die Gesundheitsbranche auch in Zukunft ein wirtschaftlicher Motor der Region bleiben. 

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