Marie Louise Eta hat internationale Sportgeschichte geschrieben. Sie ist die erste Cheftrainerin in einer der fünf großen Fußballigen Europas. Das zeigt: Der Anteil an Frauen in sogenannten Männerdomänen steigt aktuell schleppend – vor allem in Führungspositionen.
Das hat der Mikrozensus 2025 des Statistischen Landesamtes in Fürth bestätigt. Der Anteil weiblicher Führungskräfte habe sich im Vergleich zu 2015 um 2% gesteigert. Aktuell sind es 29%. Außerdem zeigen die Ergebnisse: Der Anteil an Frauen in sozialen Berufen oder im Gesundheitssektor bleibt durchschnittlich hoch. Im Gesundheitssektor sind von den etwa 750.000 Beschäftigten knapp 78 Prozent weiblich. In Berufen aus der Fertigungstechnik sind es im Vergleich nur 16 Prozent.
Seit 2001 will der Girls Day diese Rollenbilder durchbrechen. Junge Mädchen sollen so für Berufe im Handwerk oder mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich begeistert werden. Deshalb haben wir am Girl`s Day auf einer Baustelle in Erlangen vorbeigeschaut.
Mona Metzner und ihr Team wollen junge Mädchen für ihren Beruf begeistern. Die Bauingenieurin erklärt Lisa, Friederike und sechs weiteren Teilnehmerinnen des Girl´s Day am Modell den Bau einer Schleuse. Mit dem Kiesuntergrund umzugehen, ist für die beiden Erlanger Schülerinnen gar nicht so einfach.
Die Husumerin wollte ursprünglich in ihrer Heimat Deiche bauen. Ihr Vater hat sie zu ihrem Berufswunsch inspiriert. Jetzt will sie ihre eigene Begeisterung an die nächste Generation weitergeben. Der Job in der Bauleitung der Schleuse Kriegenbrunn führt die 25-Jährige nach Mittelfranken. Modelle bauen, Prozesse Planen und organisieren, aber auch auf die Sicherheit achten: Das zeigt die Bauingenieurin den interessierten Schülerinnen und Schülern.
Denn immer mehr junge Frauen wie Mona Metzner finden ihren Weg in das Berufsfeld. Laut dem Arbeitsmarktreport 2026 sind 30% der Studierenden im Bauingenieurwesen in Deutschland weiblich. Allerdings: In der gesamten Baubranche arbeiten aktuell nur 16 Prozent Frauen. Durch den Girl´s Day zeigen Mona Metzner und ihr Team, wie vielfältig die Branche ist. Das kommt bei Friederike und Lisa an. So können Mona Metzner und ihr Team dann selbst für junge Mädchen Vorbilder sein. Damit sich mehr junge Frauen für einen Job in der Baubranche entscheiden.