Schnee, Eis und Minusgrade – der Winter zeigt sich gerade von seiner kalten Seite. Während viele von uns sich einfach in die warme Wohnung zurückziehen können, ist das für rund 2.600 obdachlose Menschen in Nürnberg keine Option. Gerade jetzt sind sie auf Hilfe angewiesen – zum Beispiel auf die Wärmestube Nürnberg.
Mittagszeit in der Wärmestube Nürnberg.
Über 150 Teller gehen hier jeden Tag über die Theke. Heute gibt’s Suppe mit Würstchen. Für viele obdachlose Menschen ist das oft die einzige warme Mahlzeit am Tag – und die gibt es hier kostenlos. Möglich machen das die Stadt Nürnberg und viele Spenden.
Neben warmem Essen bekommen die Menschen hier auch frische Kleidung, Pflegeartikel und sogar Nassfutter für ihre Hunde. Mehrere Hundert Menschen kommen täglich vorbei, etwa 80 Prozent von ihnen sind Männer. Besonders voll wird es am Wochenende. Dann arbeitet Manuela Bauer und ihr Team auf Hochtouren.
Viele der obdachlosen Menschen kämpfen zusätzlich mit Suchtproblemen. Krankenwageneinsätze gehören deshalb in der Wärmestube zum Alltag dazu.
Die Wärmestube ist aber längst nicht die einzige Anlaufstelle.
In der Straßburger Straße 14 kümmert sich die Straßenambulanz von Montag bis Freitag um medizinische Probleme.
Das FrauenZimmer bietet Frauen in schwierigen Lebenslagen einen geschützten Treffpunkt – geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags.
Und gleich um die Ecke liegt die Oase: ein Treff für Männer, der an allen Wochentagen offen ist – sogar an Feiertagen. So kann vielen Menschen bei den eisigen Temperaturen geholfen werden.