Mi., 15.04.2026 , 16:21 Uhr

Kampf gegen Depression: Therapeutisches Klettern soll Betroffenen helfen

Der Freeclimber Alex Honnold sorgte Anfang des Jahres für Aufsehen, als er den über 500 Meter hohen Wolkenkratzer Taipei 101 ohne Seil und Sicherheitsnetz hinaufkletterte. Das lebensgefährliche Spektakel wurde von Netflix live übertragen und sorgte so für Aufsehen und Kritik gleichermaßen. Wesentlich ungefährlicher ist dagegen Klettern und Bouldern, also Klettern ohne Seil und Gurt, aus medizinischen Gründen. In Treuchtlingen trifft sich eine Therapiegruppe zum therapeutischen Klettern – und das selbstverständlich ganz ohne Leistungsdruck, dafür aber mit wichtigen Lerneffekten für den Alltag. 

Therapeutisches Klettern: Sinnvolle Ergänzung zur Gesprächstherapie

Depression hat kein einheitliches Krankheitsbild. Häufig fühlen sich Betroffene wie Anja aus Thalmässing im Alltag antriebslos, schwach oder überfordert. 

Für Oberarzt Gregor Plaskacewicz-Hoffmann ist das therapeutische Klettern eine wichtige Ergänzung zu einer regulären Gesprächstherapie. 

Doch wie lassen sich die Herausforderungen beim Klettern und Bouldern an einer künstlichen Wand auf echte Probleme im Alltag übertragen?

Antidepressive Wirkung: Muskeln transportieren wichtige Botenstoffe

Aber nicht nur die psychische Komponente spielt beim Klettern eine Rolle. 

Für die 39-jährige Anja ist die Kletter-Gruppe, die sich wöchentlich zwei Stunden lang trifft, eine willkommene Abwechslung zur Gesprächstherapie. 

Etwas dazu lernen und mit mehr Selbstvertrauen in den Alltag zurückkehren. Der Weg aus der Depression ist meist ein langer. Und manchmal gehört es dazu, die Perspektive zu wechseln und hoch hinauszuklettern. 

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