Mo., 27.04.2026 , 15:59 Uhr

Katastrophenschutzübung "Black Noris": Auf einmal wird alles dunkel

45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe ohne Strom – und das mehrere Tage lang. Anfang des Jahres gab es einen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz und es kam zum flächendeckenden Ausfall. Das Krisenmanagement und die Kommunikation wurden viel kritisiert. Nürnberg will besser vorbereitet sein: Am Samstag wurde daher im gesamten Stadtgebiet ein flächendeckender, fiktiver, mehrstundiger Stromausfall erprobt.

Black Noris – eine Stadt im Dunklen

Und auf einmal wird alles dunkel. Der Strom ist weg – und das im gesamten Nürnberger Stadtgebiet. Was ist jetzt wichtig? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich ein Problem habe? Genau dafür hat die Stadt in der Katastrophenschutzübung Black Noris am Samstag geübt. Ein Anlaufpunkt für Bürger: die Leuchttürme. 

Die Leuchttürme sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. Auch das Bürgertelefon steht zur Stelle und leitet Bürgerinnen und Bürger an die richtigen Einsatzkräfte weiter. Und in den sechs Betreuungsstellen gibt es auch eine helfende Hand für verschiedene Situationen. 

Organisation in der Führungsgruppe

Während der Bevölkerung in den Leuchttürmen geholfen wird, findet sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz in der Feuerwache 1 ein, um dort den Überblick zu bewahren und zu organisieren. Es muss eine Strategie her. Zum Beispiel, was mit den Krankenhäusern passiert oder ob die Geschäfte geöffnet bleiben. Auch das Volksfest oder die Schließung des Tiergartens sind Thema. 

Einige Fragen und Abläufe lassen sich jetzt schon für den Ernstfall klären. Aber wie wahrscheinlich ist denn ein flächendeckender Stromausfall in der Noris überhaupt? 

Auch wenn eine solche Katastrophe unwahrscheinlich ist, ist es wichtig, solche Situationen zu proben. Die Übung “Black Noris” war mit knapp 1.000 Beteiligten die größte Katastrophenschutzübung seit dem zweiten Weltkrieg.  

Laut Marcus König ist Nürnberg mit der Übung gut vorbereitet. 

Alle sechs Jahre sollen bayerische Städte eine solche Katastrophenschutzübung organisieren. Die Stadt Nürnberg plant die nächste in drei Jahren, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. 

Black Noris Blackout Feuerwehr flächendeckender Stromausfall Franken Franken Fernsehen Katastrophenschutz Katastrophenschutzübung Mittelfranken Noris Nürnberg Polizei Stadtgebiet Stromausfall Übung

Das könnte Dich auch interessieren

09.07.2026 00:42 Min Großeinsatz am Nürnberger Opernhaus: Autobrand in Tiefgarage Ein Brand in einer Tiefgarage am Nürnberger Richard-Wagner-Platz hat heute für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Nach ersten Erkenntnissen war es offenbar ein Auto, das Feuer gefangen hat. Die Flammen sind möglicherweise auch auf andere Fahrzeuge übergesprungen. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung aus den Lüftungsschächten der Tiefgarage 21.04.2026 00:52 Min Probe für den Ernstfall: Katastrophenschutzübung in Nürnberg In Nürnberg läuft am Samstag die groß angelegte Katastrophenschutzübung „BlackNoris 2026“. Rund 900 Einsatzkräfte proben den Ernstfall eines flächendeckenden Stromausfalls – von lokalen Abschaltungen bis hin zum kompletten Blackout. Organisiert wird die Übung von der Feuerwehr, beteiligt sind unter anderem Behörden, Kliniken und Versorger. Im Fokus steht das Nürnberger „Leuchtturm“-System mit 43 Anlaufstellen für die Bevölkerung, 24.08.2026 00:50 Min Flucht vor Polizei löst Großeinsatz aus: Mann springt in Altmühlsee Ein Mann flüchtet vor der Polizei und löst damit in der Nacht zum Sonntag am Altmühlsee einen Großeinsatz aus. Ein Autofahrer aus Gunzenhausen sollte kontrolliert werden, flüchtete aber zu Fuß und sprang anschließend in den Zulauf des Altmühlsees. Die Beamten verloren ihn im Wasser aus den Augen.  Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht suchten daraufhin mit Booten, 11.08.2026 00:36 Min Waldbrand in Langwasser: Feuerwehr mit Drohne im Einsatz Am Montagabend rückte die Feuerwehr zu einem Waldbrand in Langwasser-Süd aus. In einem Waldstück südlich der Liegnitzer Straße hatte sich der Waldboden entzündet. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Da sich einzelne Glutnester im dichten Unterholz befanden, kontrollierten die Einsatzkräfte das Gebiet gründlich. Dabei kam auch eine Drohne zum Einsatz. Für kurze Zeit musste die