45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe ohne Strom – und das mehrere Tage lang. Anfang des Jahres gab es einen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz und es kam zum flächendeckenden Ausfall. Das Krisenmanagement und die Kommunikation wurden viel kritisiert. Nürnberg will besser vorbereitet sein: Am Samstag wurde daher im gesamten Stadtgebiet ein flächendeckender, fiktiver, mehrstundiger Stromausfall erprobt.
Und auf einmal wird alles dunkel. Der Strom ist weg – und das im gesamten Nürnberger Stadtgebiet. Was ist jetzt wichtig? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich ein Problem habe? Genau dafür hat die Stadt in der Katastrophenschutzübung Black Noris am Samstag geübt. Ein Anlaufpunkt für Bürger: die Leuchttürme.
Die Leuchttürme sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. Auch das Bürgertelefon steht zur Stelle und leitet Bürgerinnen und Bürger an die richtigen Einsatzkräfte weiter. Und in den sechs Betreuungsstellen gibt es auch eine helfende Hand für verschiedene Situationen.
Während der Bevölkerung in den Leuchttürmen geholfen wird, findet sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz in der Feuerwache 1 ein, um dort den Überblick zu bewahren und zu organisieren. Es muss eine Strategie her. Zum Beispiel, was mit den Krankenhäusern passiert oder ob die Geschäfte geöffnet bleiben. Auch das Volksfest oder die Schließung des Tiergartens sind Thema.
Einige Fragen und Abläufe lassen sich jetzt schon für den Ernstfall klären. Aber wie wahrscheinlich ist denn ein flächendeckender Stromausfall in der Noris überhaupt?
Auch wenn eine solche Katastrophe unwahrscheinlich ist, ist es wichtig, solche Situationen zu proben. Die Übung “Black Noris” war mit knapp 1.000 Beteiligten die größte Katastrophenschutzübung seit dem zweiten Weltkrieg.
Laut Marcus König ist Nürnberg mit der Übung gut vorbereitet.
Alle sechs Jahre sollen bayerische Städte eine solche Katastrophenschutzübung organisieren. Die Stadt Nürnberg plant die nächste in drei Jahren, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.