Mo., 12.05.2025 , 14:08 Uhr

Katastrophenschutzübung in Erlangen: Flugzeugabsturz mit 800 Einsatzkräften vor Ort

Im vergangenen Februar sterben zwei Männer bei einem Hubschrauberabsturz im Landkreis Roth. Die Polizei beschreibt das Unglück als “Trümmerfeld”. Die zwei Insassen überleben den Aufprall nicht. Wenn eine Maschine abstürzt, muss es oft schnell gehen. Viel Zeit zum Überlegen bleibt Rettungskräften in der Regel nicht. Genau deshalb wurde am Wochenende ein solches Szenario in Erlangen nachgestellt – um für den Ernstfall gewappnet zu sein. 

Das Szenario

Ein Frachtflugzeug stürzt über dem ehemaligen Siemens-Standort-Mitte ab. Rund 800 Einsatzkräfte sind gefragt. Denn der Absturz bleibt nicht ohne Folgen. Bei den Verletzten im Gebäude bricht Panik aus. Rettungskräfte richten eine sogenannte Triage ein. Vereinfacht erklärt: Die Verletzten werden mit Blick auf ihren Zustand in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Außerhalb des Gebäudes haben die Einsatzkräfte mit anderen Problemen zu kämpfen. Zum Beispiel muss verhindert werden, dass sich das Gefahrgut “Eisentrichlorid” weiter ausbreitet. 

Katastrophenschutzübung

Damit der Flugzeugabsturz möglichst realitätsgetreu ist, kommen unter anderem ein altes Bühnenbild des Erlanger Theaters und Nebelmaschinen zum Einsatz. Dass so ein Szenario geprobt wird, ist gesetzlich festgelegt. Laut bayerischem Katastrophenschutzgesetz muss alle sechs Jahre eine Vollübung mit allen am Katastrophenschutz beteiligten Behörden und Organisationen stattfinden. Etwa 30.000 Euro kostet die Übung – Anwohnende wurden vorab informiert. Beteiligt sind auch das Waldkrankenhaus und die Uniklinik Erlangen.

Auswertung der Ergebnisse

Die wirkliche Versorgung wird nicht nachgestellt. An der Stelle endet die Übung. Kurz nach dem simulierten Flugzeugabsturz heißt es von den Beteiligten: Nach über einem Jahr Planung hat alles weitestgehend geklappt. In den nächsten Wochen wird im Detail ausgewertet. Um zu prüfen, wie gut die knapp 800 Einsatzkräfte für den Ernstfall gewappnet sind.  

Einsatz Erlangen Flugzeugabsturz Franken Franken Fernsehen Katastrophenschutz Mittelfranken Übung

Das könnte Dich auch interessieren

28.01.2026 00:32 Min SEK-Einsatz löst Verfolgungsjagd aus: Zwei Männer flüchten und verunfallen Im Rahmen einer geplanten Durchsuchung in Absberg (im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) ergriffen am Dienstagnachmittag (27.01.2026) zwei Männer in ihrem Auto die Flucht. Da sie möglicherweise mit scharfen Schusswaffen bewaffnet waren, wurden Kräfte des Spezialeinsatzkommandos angefordert. Flucht mit Mercedes und Schüsse Das SEK machte vor den Haus gegen 17:00 Uhr einen Mercedes aus. Die zwei Männer flüchteten 04.08.2025 00:37 Min Unwetter am Wochenende: Rund 100 Einsätze der Feuerwehren Das Wochenende war geprägt von starken Unwettern in der Region. Am Freitagabend zog eine Gewitterzelle über die Stadt Fürth. Neben Blitzen und Regen brachte sie auch Hagelkörner. Auch in Nürnberg kam es zu zahlreichen wetterbedingten Einsätzen. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren mussten innerhalb einer Stunde im Stadtgebiet ausrücken. Dabei waren vollgelaufene Keller sowie überflutete Straßen 05.05.2025 00:24 Min Verheerender Waldbrand in Tennenlohe: Wildtierfhilfe Süddeutschland versucht Tiere zu retten Der verheerende Waldbrand im Tennenloher Forst hat auch am Wochenende den Einsatzkräften alles abverlangt. Inzwischen ist das Feuer weitgehend unter Kontrolle und breitet sich nicht weiter aus. Der Landrat hat deshalb gestern Abend den Katastrophenfall aufgehoben. Die Löscharbeiten gehen allerdings weiter und werden wohl auch noch einige Zeit andauern. Der Bereich darf deshalb nach wie 10.03.2026 00:43 Min CSU als stärkste Kraft: Stadträte in Nürnberg und Erlangen ausgezählt Das Ergebnis der Kommunalwahl für den Nürnberger Stadtrat liegt nun vor: Die CSU ist mit fast 34 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit etwas mehr als 18 Prozent. Auf Platz 3 landen die Grünen mit fast 15 Prozent. Viertstärkste Kraft ist die AfD mit etwas mehr als 11 Prozent. Und auch Erlangen hat nach