Es ist ein Fall, der seit einigen Wochen nicht nur in den Medien für starke Emotionen sorgt. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, er habe jahrelang Deepfakes von ihr an Fremde Männer geschickt. Es soll sich dabei um sexuelle Inhalte gehandelt haben. Woran man Deepfakes im Netz erkennen kann, was Täter droht und wie Betroffene reagieren sollten. Wir haben nachgefragt.
Mit nur wenigen Anweisungen erstellt die KI das gewünschte Bild. Informatik Professor Christian Rieß braucht nur Sekunden, um ein Bild zu erstellen. Für Laien sieht es täuschend echt aus.
Wertvolle Tipps. Vor allem in der jetzigen Zeit. Es kursieren unzählige Deepfakes im Internet. Und: sie werden zur Waffe gegen Frauen. Mehr als 90% aller Deepfakes sind nicht einvernehmliche Pornografie. Gerade jetzt ist der Ruf nach Gerechtigkeit laut geworden. Ausgelöst durch den Fall mit Collien Fernandes. Doktorandin Anna Bichelmeir weiß, die gesetzliche Lage ist kompliziert.
Jeder hat schonmal einen Deepfake gesehen. Und das wahrscheinlich noch nicht mal bemerkt. Bereits 2024 beschließt die EU, dass bis Juli 2027 jeder Mitgliedsstaat eine Gewaltschutzrichtlinie gegen digitale Gewalt erlassen muss.
Auch wenn die gesetzlichen Richtlinien geändert werden sollen. Bis spätestens Juli 2027 soll das neue Gesetz greifen. Bis dahin bleibt die strafrechtliche Verfolgung von Deepfakes im Netz wohl schwierig. Denn Deepfakes werden immer besser.
Digitale Gewalt. Durch KI nimmt sie immer weiter zu. Auch deshalb ist ein gesundes Misstrauen im Netz ist heute wichtiger als je zuvor.