Mi., 24.09.2025 , 16:52 Uhr

Kindesmissbrauch in Mittelfranken: Wie geht man damit um?

Anfang September geht ein Junge im Grundschulalter mit seinem Großvater auf den Spielplatz im Westpark Nürnberg. Dort wird er von einem unbekannten Mann angesprochen und geht mit ihm unbemerkt nach Hause.  

Zwei Passanten wurden auf die Situation aufmerksam und folgten den Beiden. Sie klingelten am Wohnhaus, bis der Junge wieder nach draußen kam und riefen die Polizei. 

Der Verdacht auf Kindesmissbrauch besteht. Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei.

Die Fallzahlen von sexuellem Missbrauch an Kindern sind erschreckend – Das zeigt der aktuelle Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Mittelfranken. 240 Fälle gab es dort vergangenes Jahr, Tendenz steigend. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch 25 Opfer weniger. Dass Kinder zu Tätern nach Hause gelockt werden oder mitgenommen werden ist aber selten.  

Doch auch wenn es Einzelfälle sind, ist es wichtig, zu wissen, wie man mit einem Verdacht auf Kindesmissbrauch umgeht.  

Sollte es trotzdem zu einem Vergehen kommen, müssen die Täter mit Freiheits-, Bewährungs- oder Geldstrafen rechnen. Pädophilie ist eine psychische Störung – um sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern, gibt es auch Therapiemöglichkeiten für Erkrankte, die nicht zu Tätern werden wollen. 

Besonders Opfer von sexuellem Missbrauch sind auf Hilfseinrichtungen und Unterstützung angewiesen. Dabei arbeitet die Kriminalpolizei mit den Hilfsorganisationen zusammen. 

Um Verbrechen dieser Art zu verhindern, empfiehlt die Polizei Mittelfranken Selbstbehauptungskurse für Kinder. Wichtig ist: Nein sagen und Grenzen kommunizieren. 

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