800 Zigaretten, 10 Liter Spirituosen und 10 Kilogramm Kaffee: Das dürfen Sie aus Ländern der Europäischen Union zollfrei nach Deutschland einführen. Bei der Einfuhr von Waren aus nicht Nicht-EU-Länder sind die Mengen deutlich geringer. 48.000 Zollbeamtinnen und Zollbeamte wickeln den Warenverkehr deutschlandweit ab – 650 davon zum Beispiel in Nürnberg am Albrecht-Dürer-Flughafen.
Mit Spürhund Paul auf Spurensuche
Pauls Nase kann kaum etwas trügen. Der 10-Jahre alte Labrador ist einer von sechs Spürhunden des Zolls am Albrecht-Dürer-Flughafen in Nürnberg. Mit Herrchen und Hundeführer Steffen ist er seit neun Jahren ein Team. Dennoch: Die Beiden trainieren regelmäßig. Paul ist vor allem dafür ausgebildet, Rauschmittel zu finden. Da habe sich den letzten Jahren Einiges getan, so der Kontrollbeamte Steffen. Auch deshalb ist die Zusammenarbeit von Mensch und Tier wichtig. Paul und Steffen leben auch nach Dienstschluss zusammen. Das stärkt nicht nur die Beziehung, sondern ist auch besser für den Labrador.
Von der Amtshilfe bis zur Steuerbehörde
Neben der Arbeit mit Paul bearbeitet der Zoll vor allem den Warenverkehr, so wie Steffens Kollegin Celine. Sie ist seit 2018 Beamtin – Steffen seit 2013. Da sie in vielen Fällen die erste Behörde für Einreisende sind, leisten sie oft Amtshilfe für andere Behörden, so die Zollbeamte. 2024 hat das gesamte Zollamt in Nürnberg über 3 Millionen Warenpositionen abgefertigt. Hierbei wurden nach Behördenangaben unter anderem 1,5 Millionen Zigaretten oder 400 Kilogramm Marihuana sichergestellt – auch durch die Nase von Paul. Heute hat Paul bisher nichts gefunden. Nach der Übung am Gepäck gehen Paul, Steffen und Celine durch die Abflughalle. Da kann der Labrador Paul sein Gespür wieder unter Beweis stellen.