Fr., 30.01.2026 , 16:56 Uhr

Korruption im Gesundheitswesen: Schaden schnell im Millionenbereich

Wenn im Gesundheitswesen betrogen wird, geht es selten um Kleingeld. Abgerechnete Leistungen, die nie erbracht wurden, Medikamente, die illegal verkauft werden – der Schaden liegt schnell im Millionenbereich. Um genau solche Fälle zu verfolgen, gibt es in Bayern eine eigene Ermittlungsbehörde: Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen, kurz ZKG, mit Sitz in Nürnberg. 

Dieser Lamborghini musste gepfändet werden, weil der Besitzer über zwei Jahre hinweg nicht durchgeführte Corona-Tests abgerechnet hat. Der Schaden beträgt insgesamt 1,3 Millionen Euro. Besonders viele Verfahren stammen aus der Corona Zeit. Rund 20 Prozent richten sich gegen Betreiber von Corona Testzentren. In den meisten Fällen ermittelt die Zentralstelle wegen Abrechnungsbetrug. Pflegedienste rechnen Leistungen ab, die nie erbracht wurden oder Apotheker verkaufen Medikamente illegal weiter.  

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen wurde im September 2020 gegründet. Dafür wurden die damaligen zuständigen Staatsanwaltschaften von Hof, München und Nürnberg gebündelt und in Nürnberg zusammengelegt.  

In den vergangenen fünf Jahren wurden fast 2000 Ermittlungsverfahren eingeleitet. 335 Beschuldigte standen vor Gericht, es gab über 118 Anklagen und 131 Strafbefehle. Insgesamt ordneten die Gerichte Wertersatz in Höhe von rund 22 Millionen Euro an. 

Klar ist: Betrug im Gesundheitswesen schadet nicht nur dem Staat, sondern allen Versicherten. Deshalb soll das erwirtschaftete Geld auch wieder an die Krankenkassen und somit an die Allgemeinheit zurückgegeben werden, sowie auch Lamborghini. 

Betrug Corona Franken Fernsehen Gesundheitswesen Korruption Mittelfranken Schäden

Das könnte Dich auch interessieren

10.06.2026 00:39 Min Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen: Kundgebung und Demonstration in Nürnberg Protest gegen geplante Kürzungen im Gesundheitswesen: In Nürnberg hat die Gewerkschaft ver.di heute Nachmittag zu einer Kundgebung vor dem Bayerischen Gesundheitsministerium am Gewerbemuseumsplatz aufgerufen. Die Demonstration führt anschließend zum Kornmarkt. Hintergrund ist das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung, das bereits morgen erstmals im Bundestag beraten wird. Kritiker befürchten höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschnitte beim Krankengeld und Nachteile 10.04.2026 00:38 Min Löhne von Pflegekräften deutlich gestiegen: Immer mehr Menschen arbeiten in Pflegeberufen Die Löhne von Beschäftigten in Pflegeberufen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums lag der Durchschnitts-Bruttolohn für Vollzeitbeschäftigte Ende 2024 bei mehr als 4120 Euro. Das entspricht einem Plus von etwa sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass immer mehr Menschen in Pflegeberufen arbeiten. Im August 2025 waren es rund 1,77 30.10.2026 00:41 Min Wegen schwächerer Nachfrage: Umsatzrückgang von Puma war erwartet Der Sportartikelhersteller Puma verzeichnet im Vergleich zum Vorquartal eine verbesserte Umsatzentwicklung. Generell sinkt der Umsatz jedoch um 6,3 Prozent, auf Rund 1,75 Millionen. Grund dafür seien unteranderem eine schwächere Nachfrage in Nordamerika, Europa, dem mittleren Osten und Afrika. Besorgt ist die Sportmarke jedoch nicht, denn die Zahlen entsprachen den Erwartungen. Wie der geschäftsführende Vorstand berichtet, 30.10.2026 00:46 Min Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen: Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt Wer Arbeit sucht, hat es in Bayern und in Mittelfranken weiterhin schwer. Zwar sinkt die Arbeitslosenquote im Herbst saisonal bedingt spürbar, dennoch liegt die Anzahl der Arbeitslosen bei über 316.000 bayernweit. Der höchste Wert für einen Oktober seit 20 Jahren. Auch in den Agenturbezirken Fürth und Nürnberg spiegelt sich die Tendenz wider. Die Arbeitslosenquote im