Sie gilt als einer der gefährlichsten Verkehrsknotenpunkte im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – doch ausgerechnet über ihren Umbau wird jetzt heftig gestritten: Die sogenannte Hörnleinkreuzung spaltet Politik und Bürger. Während das Landratsamt vor weiteren Unfällen warnt und eine Verkehrsunterführung will, versuchen die ÖDP und eine Bürgerinitiative, das Millionenprojekt per Bürgerbegehren noch zu stoppen.
Reinhard Ebert hofft, dass sich die Lage an der Kreuzung der Bundesstraßen B2 und B13 bald ändert. Mit der Initiative “Stopp Hörnleinkreuzung” möchte der Kreistagsabgeordnete erreichen, dass die bisherigen Pläne des Landratsamtes zur Verkehrssituation dort neu gedacht werden. Über 3.000 Unterschriften für eine Petition hat er gesammelt. Damit möchte er einen Bürgerentscheid über die Baupläne erreichen. Die Bundesstraße B2 verbindet Nürnberg mit Augsburg. Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gilt die Kreuzung der beiden Straßen als einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte. Laut Zahlen des Bayerischen Straßeninformationssystems fahren knapp 9.000 Fahrzeuge hier. Allerdings hat es zwischen 2015 und 2025 mehr als 100 Unfälle dort gegeben.
Vor der Kommunalwahl hat sich der Kreistag für einen Kreisverkehr mit Unterführung ausgesprochen. Die Bundesstraße soll dazu abgesenkt werden. Laut dem Staatlichen Bauamt Ansbach soll das Vorhaben etwa 29 Millionen Euro kosten. Der Bund würde davon rund 20 Millionen Euro übernehmen. Nach aktueller Planung soll der Bau im kommenden Jahr beginnen und 2031 abgeschlossen werden. Auf Nachfrage von Franken Fernsehen möchte Landrat Markus Gläser daran festhalten. Reinhard Ebert und seine Initiative sehen das anders. Sie sprechen von Kosten von bis zu 50 Millionen Euro. Auch ein ebenerdiger Kreisel wäre für Reinhard Ebert denkbar. Bis zur Sommerpause möchte er die notwendige Anzahl von 4.500 Stimmen sammeln. Dann könnte es im Landkreis zu einem Bürgerentscheid über den Neubau der Hörnleinkreuzung kommen.