Auch wenn Deutschland sich in keinem Krieg befindet, ist die Infrastruktur sogenannten hybriden Angriffen ausgesetzt. Im Jahr 2025 gab es laut Bundeskriminalamt rund 320 Verdachtsfälle von Sabotage – unter anderem an Bahnanlagen oder in der Energieversorgung. Das Risiko ist in den letzten Jahren gestiegen, nicht zuletzt durch Angriffe im Zusammenhang mit Russland. Doch Unternehmen und Staat wollen Infrastruktur nun besser schützen.
Erst vor wenigen Tagen wurden zwei belarussische Staatsbürger festgenommen. Sie sollen mutmaßlich einen Brandanschlag auf eine Bahnstrecke in Mittelfranken geplant haben. Der Fall zeigt: Auch in Bayern ist das Risiko hybrider Angriffe auf die Infrastruktur hoch. Doch nicht nur die Infrastruktur, sondern auch deren Hersteller geraten zunehmend ins Visier von Saboteuren oder Spionen.
Die meisten Verdachtsfälle von Wirtschaftsspionage stehen im Zusammenhang mit China. 2025 ist dadurch in Deutschland ein Schaden von rund 270 Milliarden Euro entstanden – Tendenz steigend.
Die Angriffe durch Sabotage können ganz unterschiedlich ausfallen. Ob analoge Manipulation an Leitungen und Kabeln oder das Ausnutzen von Sicherheitslücken im digitalen Raum – letztlich muss der Staat die Infrastruktur besser schützen.
Auch Unternehmen können hier einen Teil beitragen. Eisenschichten in Kabeln erschweren das Durchtrennen. Aber auch, wenn ein Angriff bereits stattgefunden hat, sind technische Hilfen gefragt – wie zum Beispiel eine Havariemuffe zum Überbrücken von Kabeln.
Auch mit Hundestaffeln und der Feuerwehr koopiert das Unternehmen – sie üben auf dem Firmengelände. Denn vor allem Ehrenamtliche sorgen dafür, dass beim Ausfall von Infrastruktur der Alltag nicht zusammenbricht.