Fr., 20.06.2025 , 16:59 Uhr

Kunst in den Alltag bringen: Die Modulgalerie in der Maximiliansstraße

Ein Euro, ein Schließfach – und eine ganze Welt der Kunst. In der Hektik des Alltags übersehen wir sie oft: kleine, versteckte Orte der Kreativität. Doch in einem Nürnberger U-Bahnhof hat sich etwas Besonderes getan: Dort bringen 48 alte Schließfächer nicht nur Licht in den Untergrund, sondern auch Kunst in Bewegung. 

Kostenlose Kunstwerke

Mitten im Nürnberger U-Bahnhof Maximilianstraße eröffnet sich den Passanten eine außergewöhnliche Galerie – hinter den Türen alter Schließfächer aus den 70er Jahren. Die “Modulgalerie” des Künstlerpaares Kasia und Olaf Prusik-Lutz verwandelt den funktionalen Zweck der Fächer in ein künstlerisches Erlebnis. Für nur einen Euro Pfand öffnet sich eines der 48 Fächer. Danach bekommt man das Geld per Münzrückegabeknopf zurück, somit ist die Erfahrung kostenlos. Die derzeitige Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit der Band „John Q Irritated“. Sie zeigt Werke, die unter anderem aus ihren Songs, aber auch aus eigenen Ideen der Künstler entstanden sind. 

Kunst da, wo sie keiner erwartet

Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Nürnberg. Aktuell stammen die Werke von den beiden Initiatoren selbst – doch bald sollen auch weitere Künstler die Mini-Räume bespielen. Die „Modulgalerie“ zeigt, wie sich Kunst unaufdringlich in den Alltag einschleichen und dabei zum Mitmachen einladen kann. Mit einem Euro, etwas Neugier und einer Handumdrehung öffnet sich hier eine kleine Bühne für ganz große Ideen. 

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