Der Kunststoffcampus in Ansbach steht seit nunmehr zehn Jahren für Innovation, Forschung und enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Was einst als zukunftsweisende Idee begann, hat sich zu einem wichtigen Standort für Ausbildung, Entwicklung und Vernetzung rund um den Werkstoff Kunststoff entwickelt.
UV-Licht, Plasma, Roboterarme – was nach Zukunftslabor klingt, ist am Kunststoff-Campus der Hochschule Ansbach längst Alltag. Ein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit einer der zentralen Herausforderungen der Energiewende: der sicheren und effizienten Übertragung von Strom über lange Strecken. Dafür werden sogenannte Luftkabel verwendet. Das kann für Anwohnende zum Problem werden.
Die Forschenden behandeln die Kabel mit Plasma-, Sandstrahlen oder UV-Licht, das verändert die Oberfläche. Sie wird dabei nicht nur gründlich gereinigt, sondern auch gezielt angeraut.
Der Effekt: Wasser verteilt sich gleichmäßiger, es bilden sich nur noch wenige Tropfen. Das reduziert die Schwingungen und damit auch das Brummen der Kabel deutlich. Am Campus gibt es noch weitere Projekte. In Zukunft soll der Fokus auf intelligenten Schutzsystemen aus Kunststoffbasis liegen.
Die Forschung am Projekt Flüsterseile ist vorerst nach einem Jahr abgeschlossen. Künftig wird weiter an medizinischen Implantaten, E-Mobilität und Co. Geforscht, um so auch weiter Kunststoffe für die Zukunft zu entwickeln.