Mi., 22.10.2025 , 17:26 Uhr

Lange Nacht der Wissenschaft 2025: Mit künstlicher Intelligenz gegen Darmerkankungen

Laut einer Studie des Bayerischen Gesundheitsministeriums erkranken jedes Jahr etwa 8000 Menschen in Bayern an Darmkrebs. Damit ist er nach Brustkrebs bei Frauen die zweithäufigste Form der Krankheit – bei Männern die dritthäufigste. Durch künstliche Intelligenz können Ärztinnen und Ärzte am Universitätsklinikum Erlangen krankes Gewebe deutlich besser erkennen und behandeln. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am Samstag informieren die Forschenden unter anderem über die neuesten Erkenntnisse in der Darmkrebsvorsorge. 

Vieraugenprinzip durch KI-Tool

11 Uhr im Uniklinikum Erlangen. Auf Timo Raths Agenda steht heute eine Darmspiegelung – für den Mediziner ein fester Bestandteil seines Alltags. Seit über 15 Jahren behandelt der Erlanger Arzt Timo Rath Darmerkankungen. Aktuell führen er und seine Kollegen an der Klinik etwa 8.000 Endoskopien durch. Um chronische Krankheiten oder Darmkrebs besser behandeln zu können, setzen er und seine Kolleginnen und Kollegen seit 2020 eine künstliche Intelligenz ein. Als eine der drei ersten Kliniken weltweit entwickeln die Forscherinnen und Forscher der Friedrich-Alexander-Universität das Hilfsmittel für ihre Behandlungen. Dafür haben die Forschenden das Programm mit Bildern gefüttert. So kann die Künstliche Intelligenz Polypen oder krankes Gewebe lange vor dem bloßen Auge entdecken.  

Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser

Je nach Studie können es sogar bis 17% sein, so Timo Rath. Darmkrebs kann behandelt werden, bevor er ausbricht. Er wächst nämlich über Jahre hinweg. Wenn er dann ausgebrochen ist, ist er meistens tödlich. Dennoch gehen in Deutschland nur wenige Menschen über 50 zur Vorsorge. Bei der Langen Nacht der Wissenschaft möchte Timo Rath erklären, wie künstliche Intelligenz die Darmgesundheit unterstützen kann. Dann kann KI auch bei Menschen in Mittelfranken Leben retten.  

darmkrebs Erlangen Franken Franken Fernsehen Guten Abend Franken Mittelfranken Universitätsklinikum Vorsorge

Das könnte Dich auch interessieren

25.03.2026 02:00 Min Tragischer Unfall in Bruck: Ermittlungen dauern an Was am Samstag bei einem F-Jugend Spiel im Erlanger Stadtteil Bruck passiert ist, schockiert den heimischen Fußball. Bereits vor dem Anpfiff verunglückte ein 7-Jähriger Fußballer. Trotz schneller Hilfe erlag er später seinen Verletzungen. Viele Vereine der Region haben der Familie und dem FSV Bruck bereits kondoliert – unter anderem auf den sozialen Netzwerken. Aktuell laufen die Ermittlung der Kriminalpolizei.   Trauer und Erinnerung Die Leere auf 24.03.2026 03:42 Min Innovation durch Kooperation: Das Medical Valley bringt seit 20 Jahren die Region voran In den 90er Jahren erlebt die Stadt Erlangen wirtschaftlich schwere Zeiten. Die Hugenottenstadt steht vor der Frage: Wie soll es weiter gehen. Motor dieser Neuausrichtung soll die Gesundheitsbranche werden. Firmen, die Friedrich-Alexander-Universität und die Stadt gründen 2006 das Medical Valley – nach dem Vorbild des Silicon Valley. Jetzt wird in Erlangen und der Region Jubiläum 04.12.2025 03:39 Min Schlüsselbranche in Mittelfranken: Im Medical Valley entsteht die Medizintechnik von morgen Aus einer Idee in der heimischen Garage ein eigenes Unternehmen gründen – Davon träumen in Mittelfranken sicher viele. Solche Betriebe heißen heute Start-Ups. In Erlangen will der Medical Valley Verein in der Medizintechnik solche Gründungen fördern. Dazu gehört auch ein Preisgeld 500.000 Euro als Starthilfe. Bei einem Siegerteam waren wir vor Ort.   Die Lähmung 28.10.2025 02:56 Min Erlanger Haushalt: Es stehen den Bürgerinnen und Bürgern teurere Zeiten bevor Die Haushaltslage in Erlangen bleibt angespannt. Etwa 220 Millionen Euro Schulden hat die Stadt aktuell. Deshalb ihr aktuell nur eine vorläufige Haushaltsführung. Erlangen muss sich quasi jede Ausgabe von der Regierung von Mittelfranken genehmigen lassen. Die Bedarfszuweisung des Finanzministeriums von 35 Millionen Euro soll eine Hilfe darstellen. Reichen tut das Allerdings nicht. Deshalb will die