Mo., 27.10.2025 , 16:44 Uhr

Lange Nacht der Wissenschaften: Die Forschungslandschaft der Region öffnet ihre Tore

Kulturgüter archivieren, digitale Zwillinge von Hubschraubern erstellen oder Autos auf Schäden überprüfen: Am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltung in Fürth ist so etwas Alltag. Dafür hat das Forschungsinstitut einen der größten Hochleitungs-Computer-Tomographen weltweit. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften letzten Samstag haben die Forscherinnen und Forscher allen Interessierten ihre Arbeit vorgestellt.  

Anlaufstelle für Forschung aus aller Welt

Er ist einer der besterhaltenen Köpfe eines Tyrannosaurus Rex weltweit. Den etwa 66 Millionen Jahre alten, 500 Kilogramm schweren Schädel haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Niederlanden 2013 gefunden. Damit der Schädel etwas über die Geschichte des T-Rex Weibchen erzählen kann, haben ihn Forscherinnnen und Forscher aus Fürth wie Sven Kilian vermessen.  

Wissenschaft zum Anschauen und Anfassen

Bei der 12. Langen Nacht der Wissenschaften erklärt der Ingenieur seinen Besucherinnen und Besuchern, wie er mit seinem Team nicht nur riesige Dinosaurierschädel mit seinen Hochleistungstomographen ablichten kann, sondern auch ganze Fahrzeuge. Neben dem Forschungsinstitut am Fürther Hafen konnten die Gäste in Erlangen, Fürth und Nürnberg an 130 Orten über 1000 Programmpunkte besuchen. Die etwa 27.000 Wissenschaftsfans sind begeistert. 

Bis ins letzte Detail

Sven Kilian forscht seit fast drei Jahren mit diesen Geräten. In seiner täglichen Arbeit scannt er zum Beispiel Unfallfahrzeuge. Dafür muss das Fahrzeug senkrecht aufgehängt werden – eine Herausforderung für alle Beteiligten. Neben der Analyse von Schäden lassen Automobilfirmen auch Digitale Zwillinge mit dem XXL-CT erstellen. Mit dem digitalen Abbild soll Verschleiß bei Fahrzeugen deutlich früher erkannt werden können. Dafür arbeitet die Anlage 20-mal stärker als ein medizinischer Tomograph. Somit können die Forschenden dort auch Materialen wie Metall durchleuchten. Mit diesen Bildern vom erhoffen sich die Forschenden aus Leiden auch Erkenntnis über die anderen Körperteile des Sauriers. Mit den Bildern von Sven Kilian und seinem XXL-CT können sie dann der Geschichte des T-Rex Weibchens ein Stück näherkommen. 

 

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