Am Landgericht Nürnberg-Fürth hat das Gericht in einem anderen Fall ein Urteil gesprochen. Es war der traurige Höhepunkt einer jahrelangen Familienfehde. Am 23. März 2025 endet in Fürth eine Hochzeitsfeier tödlich. Ein 27-jähriger erschießt dort den Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit sechs Schüssen. Dafür musste sich der Franzose wegen Mordes verantworten.
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 27-Jährigen wegen Mordes verurteilt. Im Moment des Urteils wirkte der Angeklagte sehr gefasst. Im Gerichtssaal war die Stimmung jedoch vorher angespannt, traurig und wütend. Enorme Sicherheitsvorkehrungen waren bei der Urteilsverkündung nötig. Die Verteidigung hatte im Verlauf des Verfahrens einen Antrag auf verminderte Schuldfähigkeit gestellt. So hätte laut Verteidigung der Angeklagte aus Affekt gehandelt. Dem Antrag folgte das Gericht nicht. Für sie habe der 27-Jährige aus Rache und Vergeltung gehandelt. Außerdem habe der Angeklagte seine Tat mehrfach öffentlich angekündigt.
Eine besondere Schwere der Schuld stellten die Richterinnen und Richter jedoch nicht fest. Gegen das Urteil kann die Verteidigung in der kommenden Woche Berufung einlegen. Dann würde sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen.