Wenn Nürnbergs Sportlerinnen und Sportler einmal nicht um Sekunden, Tore oder Medaillen kämpfen, darf es auch mal ein bisschen Glamour sein. Der Goldene Ring lud am Freitagabend zur fünften „Nacht des Sports“. Geehrt wurden dabei wieder Nürnbergs Sportlerin und Sportler des Jahres.
Abendgarderobe statt Trainingsanzug. Bei der fünften „Nacht des Sports“ sieht man Nürnbergs Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in ungewohntem Outfit. Und eine darf sich dabei besonders feiern lassen: Nastassja Lein. Die Stürmerin der Clubfrauen wurde per Online-Voting zu Nürnbergs Sportlerin des Jahres 2026 gewählt. Mit ihrer Leistung in der vergangenen Saison hatte sie großen Anteil daran, dass der Club in der Bundesliga blieb.
Bei den Männern geht der Titel an einen, der diese Ehre bereits kennt. Paraschwimmer Taliso Engel wird nach 2024 zum zweiten Mal Nürnbergs Sportler des Jahres. Er lässt sich bei der Gala von seiner Mutter vertreten. Über 400 Gäste kommen diesmal zusammen. Sportler, Vereine, Unterstützer und Menschen aus der Nürnberger Wirtschaft. Und bei aller Abendgarderobe geht es am Ende um etwas ziemlich Bodenständiges: Unterstützung für den Sport. Denn die Einnahmen der Veranstaltung fließen in die Förderung Nürnberger Athletinnen und Athleten.
Denn Spitzensport ist teuer. Training, Reisen, Material – und gleichzeitig müssen viele Athletinnen und Athleten Ausbildung oder Beruf unter einen Hut bekommen. Die Nacht des Sports organisiert vom Goldenen Ring ist eine mögliche Förderstruktur.
Und Nürnberg will beim Thema Sport künftig noch größer denken. Die Stadt hat Interesse bekundet, die „Finals 20XX“ nach Bayern zu holen. Die Idee dahinter: Große Sportereignisse sollen Aufmerksamkeit schaffen. Doch für fränkische Sportgemeinschaft zählt am Ende auch, was danach bleibt.
Spitzensport ist meist nur oberflächlich glamourös. Hinter der Fassade steckt immer harte Arbeit und sehr viel Disziplin.