Mi., 21.01.2026 , 16:12 Uhr

Love Scam: Wie dreist Internetbetrüger vorgehen

Sie haben falsche Identitäten, geben sich als Liebhaber aus oder fälschen Stimmen mit Künstliche IntelligenzLaut der Bitkom Studie 2025 (Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche) sind 61 Prozent der Internetnutzer in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyberkriminalität geworden. Durchschnittlich haben Betroffene dann einen Schaden von 219€ erlitten. Ein Beispiel zeigt, wie dreist die Täter vorgehen. 

Betrüger gaukeln im Internet Beziehungen vor

Brigitte Schrankenmüller-Bieligk fällt auf sogenannte Love-Scamer rein. Über Facebook lernt Sie Männer kennen, die ihr eine Beziehung vorspielen.

Sie fordern Geld

Entweder als direkte Überweisung oder auch als Gutscheinkarten. 

Als Brigittes Sohn Kevin Schrankenmüller ihr den Betrug erklärt, ist es bereits zu spät. Das Foto des Liebhabers – ein bekannter Schauspieler. Für Kevin der Moment, in dem er weiß, dass er helfen will, Betrügern keine Chance zu geben. 

Vor vier Monaten gründet er das Unternehmen “Funktion und Erklärt”. Die Zielgruppe: Vor allem Senioren. Mit einem sogenanntem Expertencheck hilft er vor Betrug und Abzocke zu schützen. 

Mittlerweile hat Kevin auch zwei Ehrenamtliche Mitarbeiter. Brigitte möchte auf keine Betrüger mehr hereinfallen. Sie hat sich ihre Geräte und Internetaccounts so sicher wie möglich einstellen lassen. Auf Facebook zum Beispiel können ihr keine Freundschaftsanfragen mehr gesendet werden. 

Auch die Polizei warnt vor Internetbetrug: 

Grundsätzlich kann jeder Opfer von Betrügern werden, aber gerade lebensältere Menschen sind erheblich mehr gefährdet. Die Auffassungsgabe und psychosoziale Kompetenzen nehmen insgesamt gesehen mit fortschreitendem Lebensalter ab. 

Laut Polizei wird die Aufklärung solcher Fälle oft dadurch erschwert, dass die Täter meist im Ausland sitzen. Auf Internet-Plattformen können Sie ihre wahre Identität verbergen.  

Der Betrug lässt sich nicht mehr rückgängig machen – doch durch Aufklärung und Prävention will Kevin künftig viele ähnliche Fälle verhindern. 

Betrug Franken Fernsehen Internet

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