Mo., 01.06.2026 , 18:11 Uhr

Manu zieht weiter: Tiergarten Nürnberg gibt sibirischen Tiger ab

Fast jedes vierte Säugetier ist derzeit vom Aussterben bedroht. Das zeigen Statistiken des World Wide Fund for Nature (WWF) aus dem Jahr 2025. Von den mehr als 170.000 erfassten Tierarten stehen, etwa 46.000 auf der sogenannten Roten Liste. Europäische Erhaltungszuchtprogramme wollen diesen Trend stoppen. Sie versuchen, bedrohte Arten durch gezielte Zucht in Zoos und Tiergärten zu erhalten. Das kann dazu führen, dass Tiere in neue Umgebungen umziehen müssen – so wie jetzt im Nürnberger Tiergarten. 

Die Chemie hat nicht gestimmt

Bei der Fütterung ist Manu der Blickfang. Aber das wird nicht mehr lange so bleiben. Denn der Tigerkater wird Nürnberg in den kommenden Wochen verlassen. 2022 ist er aus Gelsenkirchen in den Nürnberger Tiergarten gekommen. Jetzt muss er die Noris wieder verlassen. Auf seine Reise wird der 15-jährige Tiger derzeit vorbereitet. Akina muss bald auf Manu verzichten. Sibirische Tiger sind eigentlich Einzelgänger und leben üblicherweise in Einzelgehegen. Manu und Akina waren deshalb zunächst nur Nachbarn. Eigentlich sollten sie nach einer Kennenlernphase für Nachwuchs sorgen. Doch das blieb erfolglos. 

Sibirische Tiger stehen auf der roten Liste

Solche Umzüge kommen auch im Nürnberger Tiergarten regelmäßig vor. Durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm werden Tiere aus verschiedenen Zoos gezielt zur Zucht zusammengebracht. So wollen die Zoos vom Aussterben bedrohte Arten erhalten. Das ist auch bei den Sibirischen Tigern dringend notwendig. Denn laut WWF gibt es weltweit nur noch rund 760 Tiere. Die meisten von ihnen leben in Russland und China. Akina muss also zunächst ohne ihren Tigerkater auskommen. Denn mit Tigerbabys ist es nichts geworden. Auf Raubkatzennachwuchs müssen Besucherinnen und Besucher im Nürnberger Tiergarten aber dennoch nicht verzichten. Vier Löwenbabys sind derzeit die Publikumslieblinge im Nürnberger Tiergarten. Die Löwenjungen können voraussichtlich bis zu einem Alter von zwei Jahren im Tiergarten bleiben.   

 

 

 

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