Mit dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaschutz“ will die Bundesregierung vor allem Brücken und Straßen sanieren. Bis 2036 wollen Bund, Länder und Kommunen dafür insgesamt 500 Millionen Euro investieren. Das ist angesichts des aktuellen Zustands vieler Straßen auch dringend notwendig. Die Folge sind: Baustellen. In der Erlanger Innenstadt wird das immer mehr zum Problem.
So wie am Erlanger Lorlebergplatz sieht es an vielen Stellen in der Innenstadt aus. Die Straßen müssen saniert werden. Aktuell gibt es in der Stadt etwa 30 dieser Maßnahmen. Das bedeutet vor allem in der Innenstadt Umwege, Staus und Verzögerungen. Laut der Bundesagentur für Arbeit pendeln täglich 70.000 Menschen nach Erlangen zur Arbeit und zurück. Das setzt Straßen und Brücken zu. Seit 2017 ist die Länge der Straßenabschnitte, die dringend saniert werden müssen, stetig gewachsen – auf aktuell etwa 18 Kilometer. 140 weitere Kilometer sind in einem schlechten Zustand.
Die Stadt ist nicht für alle zu sanierenden Straßen zuständig. Dennoch will sie ihr Budget bis 2029 von einer auf fünf Millionen Euro erhöhen. Ob das ausreicht, ist fraglich. Die Straßensperrungen sind nicht das einzige Baustellenproblem für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Universitätsstadt. Die Baustelle am Lorlebergplatz wird wohl bis Anfang November bestehen bleiben. Der Zustand der Straßen wird Erlangen jedoch noch länger beschäftigen.