So., 21.12.2025 , 12:00 Uhr

Medienwerkstatt | Der widerspenstige Kämpfer mit dem Orden - Porträt für Dietmar Hasse

Als Kind und Jugendlicher wurde Dietmar Hasse zwischen Erziehungsheimen und einer empathielosen Stiefmutter hin- und hergeschoben. Mangels ausreichender medizinischer Versorgung verlor er ein Auge, zudem ist sein rechter Arm bis heute nur eingeschränkt beweglich. Deshalb musste er seinen ursprünglichen Berufswunsch, Förster zu werden, früh aufgeben.

Im Rückblick sieht Dietmar Hasse diese Erfahrungen von Vernachlässigung und Ungerechtigkeit als Ursprung seines lebenslangen ökologischen und sozialen Engagements. Seit seiner Jugend widmet er nahezu seine gesamte Freizeit dem Schutz der Natur: Er legt Feuchtbiotope an, trägt nächtelang gefährdete Kröten über Straßen und gibt sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen an Infoständen an die Öffentlichkeit weiter.

In der zweiten Lebenshälfte weitete er sein Engagement aus und setzt sich bis heute zusätzlich für bedrohte Völker und indigene Gemeinschaften ein. Für Dietmar Hasse gehört der Schutz von Lebensräumen für Pflanzen, Tiere und Menschen untrennbar zusammen.

Heute ist er Rentner und trägt Zeitungen aus. Ein Bezirk reicht nicht aus, um seinen Lebensunterhalt zu sichern – trotz seiner Behinderungen muss er mehrere Touren übernehmen, um über die Runden zu kommen.

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