So., 20.07.2025 , 12:00 Uhr

Medienwerkstatt | FREE HANNA – Solidarität im Budapest-Komplex

Im Februar 2023 findet in Budapest der sogenannte „Tag der Ehre“ statt – ein jährlich organisiertes Treffen internationaler Neonazis. Antifaschist*innen, auch aus Deutschland, reisen an, um gegen das geschichtsrevisionistische und rassistische Treffen ein Zeichen zu setzen. Sowohl die ungarische als auch die deutsche Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie dabei in koordinierten Gruppen gezielt rechtsextreme Teilnehmer*innen angreifen. Antifaschistische Aktivist*innen dagegen sprechen von ungeplanten Auseinandersetzungen im
Umfeld des Nazi-Treffens.

Monate später, im Mai 2024, wird die deutsche Antifaschistin und Künstlerin Hanna S. in Nürnberg festgenommen. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung und versuchter Mord vorgeworfen. Im Rahmen des laufenden Prozesses in München soll geklärt werden, was sich damals in Budapest tatsächlich ereignet hat. Hannas Anwalt Yunus Ziyal weist insbesondere den Vorwurf des versuchten Mordes entschieden zurück. Der Fall sorgt für viel Aufmerksamkeit und es formt sich eine breite Solidaritätsbewegung rund um Hanna. Für die einen ist sie eine
potenzielle Gewalttäterin, für viele eine Projektionsfläche im Kampf gegen Rechts.

Der Film „FREE HANNA – Solidarität im Budapest-Komplex“ versucht, sich Hanna auch jenseits der Schlagzeilen zu nähern. Was erzählt ihre Kunst über ihren politischen Kampf – und über sie selbst? Warum setzen sich so viele Menschen außerhalb der Gefängnismauern für sie ein? Und was macht
der Umgang der Justiz in Hinblick auf den gesamten Budapest-Komplex mit ihr? Zwischen Briefen aus dem Gefängnis und Gesprächen mit Wegbegleiter*innen entsteht ein Porträt über politische Überzeugung und die Macht der Solidarität.

20.07.2025 Medienwerkstatt

Das könnte Dich auch interessieren

21.06.2026 29:50 Min Medienwerkstatt | Der Frankenschnellweg - Stadtreparatur für morgen oder Projekt von gestern? Berlin hat den BER, Stuttgart einen unterirdischen Bahnhof und Hamburg die Elphi. Auch Nürnberg hat, wie eine richtige Großstadt eben, ein umstrittenes Großbauprojekt: den Ausbau des Frankenschnellwegs. Dass er kommt, ist mehrheitlicher Konsens im Stadtrat – und steht im Koalitionsvertrag. Denn nur so könne man laut Stadtspitze die täglichen Staus vermeiden und die von Lärm 14.06.2026 12:35 Min Medienwerkstatt: Der Streik - 20 Jahre nach dem Arbeitskampf auf AEG | Teil 2 Am 20. Januar 2006 treten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AEG in den Streik, es geht um die Zukunft von 1750 Menschen. „AEG Hausgeräte“ die Traditionsfirma in der Fürther Straße soll geschlossen werden, die Belegschaft setzt sich zur Wehr. Die Nürnberger Stadtgesellschaft und große Teile der deutschen Politik solidarisieren sich. 46 Tage wird der Streik 14.06.2026 12:30 Min Medienwerkstatt: Der Streik - 20 Jahre nach dem Arbeitskampf auf AEG | Teil 1 Am 20. Januar 2006 treten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AEG in den Streik, es geht um die Zukunft von 1750 Menschen. „AEG Hausgeräte“ die Traditionsfirma in der Fürther Straße soll geschlossen werden, die Belegschaft setzt sich zur Wehr. Die Nürnberger Stadtgesellschaft und große Teile der deutschen Politik solidarisieren sich. 46 Tage wird der Streik 31.05.2026 30:00 Min Medienwerkstatt | Der Z-Bau: Ein Ort im Wandel – Von der SS-Kaserne zum kulturellen Freiraum Der Z-Bau ist heute eines der wichtigsten Kulturzentren Nürnbergs und ein lebendiger Mikrokosmos der Subkultur. Doch hinter den bekannten Konzerten und Partys verbirgt sich eine enorme Vielfalt: Unter dem Dach des Z-Baus arbeitet und wirkt mittlerweile eine bunte Mischung aus unterschiedlichsten Projekten – darunter der legendäre Kunstverein, das Stadtentwicklungsprojekt Urban Lab, Musiker*innen, der Brauereiverein Z-Bräu,