Do., 16.04.2026 , 10:11 Uhr

Mehlkönigin Luisa Winkler: Tradition aus der Mühle in Mittelfranken

In Deutschland gibt es immer weniger Mühlen. Seit Jahren geht die Zahl der Betriebe zurück – vor allem kleinere, familiengeführte Mühlen müssen aufgeben. Gründe sind steigende Kosten, wachsender Konkurrenzdruck und ein harter Markt. Eine junge Frau aus Mittelfranken hat sich dennoch bewusst für das Handwerk entschieden – und das mit Erfolg. Wir waren damals bei ihr und haben sie an einem Tag begleitet. Damals war ihr Ziel Müllermeisterin zu werden  

Luisa Winkler wurde schon als beste Müllerin Deutschlands ausgezeichnet. Heute ist sie Müllermeisterin und amtierende Mehlkönigin in Bayern. Ob auf Veranstaltungen, Messen oder im direkten Austausch mit Verbrauchern – sie ist Botschafterin für ein traditionsreiches Handwerk.  

 Aufgewachsen ist sie genau hier, in Gustenfelden, zwischen Mahlwerken und Getreidesilos. Ein Familienbetrieb in dem seit1920 Mehl produziert wird. Für sie etwas ganz Besonderes.  

Eigentlich wollte Luisa Lehrerin werden. Dass sie sich schließlich doch für die Mühle entschieden hat, macht ihre Familie heute umso stolzer. Ihr Vater, selbst Müllermeister, begleitet ihren Weg von Anfang an – und war überrascht von ihrer Entscheidung.  

Und das wurde sie dann auch. Doch das Handwerk steht unter Druck. Um sich gegen das Mühlensterben zu behaupten, müssen sich vor allem kleine, familiengeführte Betriebe heute klar abheben. Standardware allein reicht oft nicht mehr aus um mit großen Industriebetrieben mitzuhalten.  

Aktuell tüftelt die 25 Jährige an einer neuen  Mischung für Dinkelhefezopf  und Kürbiskernbrot. 

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