Herbstzeit ist Kürbiszeit! Laut Statistischem Landesamt ist Bayern mit über 21.000 Tonnen Speisekürbissen auf Platz Drei. Doch die Saison stellt die über 350 Landwirte vor Herausforderungen: Trockenheit, steigende Kosten und schwankende Erträge machen den Anbau nicht einfacher. Von März bis Juli fiel in Bayern rund 45 Prozent weniger Regen als normal. Das merken auch die heimischen Erzeuger. Wir waren bei der Kürbisernte in Neppersees vor Ort.
Alles aus dem Kürbis rausholen. Das ist bei Petra Schnell Alltag. Auf 200 Hektar baut der Familienbetrieb mit anderen Landwirten Ölkürbisse an. 2,5 Kilogramm braucht es, um einen Liter Kürbiskernöl zu pressen. 15.000 Liter entstehen so jedes Jahr. Bei Petra, ihrem Mann Martin und ihren 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, geht es das ganze Jahr um Kürbisse. Neben Ölkürbissen bauen sie auch alle Arten Speise- und Dekokürbissen an. Dieses Jahr setzen dem Familienbetrieb vor allem die Trockenheit zu. Bei Speisekürbissen gab es dieses Jahr 15 Prozent Ernteausfälle. Außerdem kommt ein großer Preiskampf gegen internationale Anbieter hinzu – vor allem bei Kürbiskernen. Der Familienbetrieb setzt bei Kürbissen vor allem auf den regionalen Verkauf.
Bis zu 50.000 Kürbisse verkauft der Hof im Jahr. Klassiker sei immer noch der Hokkaido-Kürbis. Mitte Oktober ist bei den heimischen Erzeugern aber nicht deshalb Hochbetrieb. Denn Halloween steht vor der Tür. Je nach Größe kostet ein Halloween-Kürbis zwischen fünf und acht Euro. Damit das Gewächs frisch und gruselig bleibt, braucht es die richtige Pflege. Da hat Petra Schnell noch einen hilfreichen Tipp. Dann steht dem Fest nichts mehr im Wege. Die Kürbiszeit geht in Kammerstein aber noch bis Weihnachten. Für Petra Schnell und ihr Team ist ohnehin das ganze Jahr Saison – egal, ob als Öl oder Deko.