Fr., 13.02.2026 , 17:28 Uhr

Mehr Präsenz, Mehr Videoüberwachung: So wollen die Behörden den Nürnberger Bahnhof sicherer machen

Laut Sicherheitsstatistik der Polizei ist Nürnberg die zweitsicherste Großstadt über 200.000 Menschen in Deutschland: 2024 gab es knapp 7.000 Delikte. Etwa zwei Drittel werden aufgeklärt. Andererseits hat Nürnberg laut Statistik mit 2.500 Straftaten einer der unsichersten Bahnhöfe in der Republik. Wie passt das zusammen? Und vor allem was können die Behörden dagegen tun? Das Bayerische Innenministerium hat heute am Hauptbahnhof die Offensive sicherer Bahnhof vorgestellt. 

Kompetenzen bündeln und effizienter machen

Schlägereien, Ladendiebstähle aber auch Belästigungen und Übergriffe – Das sind Delikte, mit denen die Bundespolizei am Hauptbahnhof täglich konfrontiert ist. In Nürnberg kommt hinzu: Hier gibt es nur einen großen Verkehrsknotenpunkt. Kriminalität ballt sich besonders im Zentrum der Stadt. Für die Leitende Polizeidirektorin Helen Townson und ihr Team ist jeder Tag eine Herausforderung. Die Bündelung von Kompetenzen beim Kampf gegen Mehrfachstraftäter ist eine der Maßnahmen der Offensive Sichere Bahnhöfe. Die haben Oberbürgermeister Marcus König und der Staatssekretär des Innenministeriums Sandro Kirchner heute vorgestellt. Darüberhinaus soll die Überwachung der Bahnhöfe durch die Behörden und Video ausgebaut und effektiver gemacht werden. So will der Freistaat Bayern vor allem das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung verbessern.  

Das Sicherheitsgefühl durch Sichtbarkeit steigern

Wie sehr sich gemeinsame Streifen die Sicherheit verbessern, wird sich zeigen. Für mehr Sicherheit hat die Stadt Verbotszonen für Waffen, Cannabis und Alkohol erlassen. Für die Bundespolizei eine gute Maßnahme. Ob die Maßnahmen die Probleme lösen oder nur vom Bahnhof wegschieben, muss sich zeigen. Denn mit 2.500 Straftaten im Jahr 2024 ist der Nürnberger Bahnhof einer gefährlichsten der Republik. 82 Prozent davon werden laut Polizeistatistik aufgeklärt. Durch die vielen Geschäfte und die Diskothek sind die meisten Fälle kleinere Delikte wie Diebstähle oder leichte Körperverletzung. Dennoch viele Menschen am Nürnberger Hauptbahnhof fühlen sich unsicher. Neben den neuen Maßnahmen setzt das Team um Helen Townson unter anderem auf Prävention in Schulen. So wollen Sie die Sicherheit für alle verbessern. 

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