Kleine elektrische Fahrzeuge gehören zunehmend zum Stadtbild vieler Großstädte – auch in Nürnberg. Unter dem Begriff Mikromobilität werden Verkehrsmittel zusammengefasst, die vor allem für kurze Strecken gedacht sind. In Nürnberg hat im Dezember das Pilotprojekt “Little Bolts” begonnen.
Per App kann ein Fahrzeug für eine bestimmte Strecke reserviert werden. Man wird dann am Standort abgeholt und ein Fahrer fährt zum gewünschten Ziel. Eine Konkurrenz zum Taxi soll das Angebot nicht sein.
Die Taxizentrale hat sich bislang nicht dazu geäußert. Die Testphase des Projekts ist noch nicht beendet. Betrieb und Organisation liegen allein beim Anbieter. Mit dem Angebot selbst hat die Stadt Nürnberg nichts zu tun.
„Es ist ein Versuch, um den sich die Stadt aber nicht beworben hat. Man wird sehen, ob und wie weit das Modell angenommen wird. Die Stadt selbst kann das ohnehin nur sehr begrenzt verhindern noch befördern. Insofern sind wir in einer ähnlichen Situation wie seinerzeit mit den E-Scootern. Deren Bilanz ist bestenfalls durchwachsen“, so Daniel F. Ulrich, Baureferent der Stadt Nürnberg.
Auch in Fürth sind die E-Scooter viel unterwegs. Ein Problem war, dass die Roller überall abgestellt wurden. Daher wurden jetzt Stellflächen bestimmt. In den markierten Zonen A ist das Abstellen der E-Scooter erlaubt. In den Zonen B ist eine Ausweitung der Stellflächen geplant. Ob es “Little Bolts” bald auch in Fürth gibt, ist unklar. In Nürnberg gab es bisher über 1000 Fahrten.