Für das bloße Auge ist dieses Ziel eigentlich nicht zu erkennen – und schon gar nicht aus zehn Metern Entfernung. Der kleine weiße Punkt in der Mitte – nur einen halben Millimeter groß – bedeutet zehn Punkte. Die Schießsportgemeinschaft in Fürth lässt dieses Kunststück aber ganz leicht aussehen. In der Bundesliga strebt sie den Meistertitel an.
Xenia Mund schießt fast ihr halbes Leben lang im Schützenverein. Heute schießt die 20-Jährige für die SSG RWS Fürth in der 1. Bundesliga. Obwohl ihr das Luftgewehrschießen familiär bedingt im Blut liegt, brauchte sie zu Beginn eine Ausnahmegenehmigung. Denn beim Schießen gilt: Wer jünger als zwölf Jahre ist, darf eigentlich nicht an die Waffe.
Obwohl der Sport recht statisch wirkt, braucht es große Disziplin und viel Trainingseifer. Beim Luftgewehr wird in 50 Minuten 40-mal geschossen. Die Mitte hat nur einen Durchmesser von 0,5 Millimetern. Geschossen wird aus zehn Metern Entfernung.
Bei der SSG in Fürth wird Xenia unter anderem von der mehrfachen Welt- und Europameisterin Sonja Pfeilschifter trainiert. Die erfahrene Sportschützin gibt ihr Know-how an ihre Schützlinge weiter.
Am Wochenende hat die Saison in der Südstaffel der Bundesliga begonnen. Für Manfred Kutt, den ersten Schützenmeister, geht mit der Ausrichtung des Wochenendes in Veitsbronn eine Menge Arbeit einher.
Am ersten Schießtag unterliegt Fürth noch mit 1:4 gegen Kronau. Am Sonntag gelingt dann der erste Sieg: 3:2 gegen Eichenlaub Saltendorf. Xenia geht mit gemischten Gefühlen aus dem Wochenende. Ihr Einzel hat sie knapp verloren.
In der Bundesliga Süd wird am 7. und 8. November weitergeschossen. Das Finale steigt im Februar in Rotenburg an der Fulda. Und dort wollen Xenia und ihre Teamkollegen dabei sein und um den Sieg schießen.