Do., 18.12.2025 , 16:01 Uhr

Mittelfranken als Modellregion: Das Finanzministerium will die Finanzämter reformieren

Der Freistaat Bayern will sparen. So sollen laut Medienberichten zum Beispiel bis 2028 1000 Stellen in der Verwaltung wegfallen.  Außerdem will die Regierung ihre Verwaltungsprozesse verschlanken. Davon sollen auch die Finanzämter betroffen. Ein Pilotprojekt dazu führt das Finanzministerium ab dem 01. Januar in Mittelfranken durch.  

Alles auf den Prüfstand stellen

Anfang kommenden Jahres wird es am Finanzamt Nürnberg Nord richtig losgehen. Denn: Die die drei Nürnberger Finanzbehörden sollen zusammengelegt werden – ein zentrales Finanzamt entsteht. Die Zusammenlegung ist Teil der Strukturreform des Bayerischen Finanzministeriums. Von den Reformen werden in Mittelfranken ab dem Jahr 2026 elf Finanzämter betroffen sein. In Zukunft soll es in Mittelfranken drei zentrale Behörden geben. Ob in diesem Zuge auch kleinere Standorte langfristig erhalten werden können, ist fraglich. Die Zusammenlegungen sind ein Teil der Sparmaßnahmen des Ministeriums. Außerdem bilden Personalkosten aktuell 40 Prozent des bayerischen Haushaltes. Auch hier soll gespart werden. Die 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region seien derzeit nicht betroffen, so das Ministerium. 

Steuer soll digitaler werden

Sparen will das Bayerische Finanzministerium auch bei seinen Verwaltungsabläufen. So werden in Zukunft der Steuerbescheid und auch die Steuererklärung nur noch elektronisch möglich sein. Die Modellphase in Mittelfranken wird noch einige Zeit laufen. Dann soll das Finanzamt Nürnberg Nord Teil des Zentralfinanzamtes sein. Wann der Reformprozess im Finanzministerium abgeschlossen sein wird, ließ Minister Albert Füracker offen. 

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