Di., 18.11.2025 , 14:14 Uhr

Monat der Männergesundheit: Früherkennung tut Not

Männer, wir müssen reden – und zwar über Vorsorgeuntersuchungen. Denn Prostatakrebs ist auch in der Region bei Männern die häufigste Form dieser Krankheit. Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sie etwa 350.000 Menschen im Freistaat – Tendenz steigend. Die gute Nachricht: Bei Früherkennung ist der Krebs sogar heilbar. Deshalb macht das Uniklinikum Erlangen im Monat der Männergesundheit auf das Thema aufmerksam.  

Es kann jeden treffen

Peter Goebell wird deutlich. Der Urologe forscht seit 2007 am Universitätsklinikum in Erlangen zu Tumoren im männlichen Intimbereich. Um schon frühzeitig auf Männergesundheit hinzuweisen, bietet er mit seinem Team wöchentlich eine Kindersprechstunde an. Im November geht es vor allem um die Prostatavorsorge. Laut Deutscher Krebsgesellschaft liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 69 Jahren. Früher war die Vorsorge für viele Patienten unangenehm. Auch das hat viele Männer davon abgehalten, sich frühzeitig untersuchen zu lassen, so der Mediziner.  

Bei Früherkennung gibt es gute Heilungschancen 

Der Prostata-spezifische Antigen-Test sei eine Alternative dazu, so der Mediziner. Hier werde dem Patienten Blut abgenommen und der PSA-Wert bestimmt. Mit ihm können die Medizinerinnen und Mediziner das Risiko für Männer ab 45 Jahren messen –bei familiärer Vorbelastung schon ab 40 Jahren. Aus dem Wert kann Peter Goebell eine Empfehlung geben, wie regelmäßig Männer dann Untersuchung gehen sollten. Beide Untersuchungen sind zwar noch nicht unumstritten. Dennoch liefern sie gute Erkenntnisse für eine weitere Behandlung. Festzuhalten bleibt jedoch: Je früher Ärzte wie Peter Goebell die Krankheit erkennen, desto besser sind die Chancen auf Heilung – laut Robert-Koch-Institut bis zu 85%. Später muss der Krebs deutlich aufwändiger behandelt werden. Auch deshalb wirbt der Erlanger Urologe zur Vorsorge – nicht nur im November. 

 

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