Ein Gewaltausbruch unter Jugendlichen beschäftigt derzeit das Landgericht Ansbach. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die sich wegen eines tödlichen Messerangriffs verantworten muss. Heute stand die Angeklagte erstmals im Fokus der Verhandlung. Zu ihrer Tat wollte sie sich äußern, doch zunächst wandte sie sich an die Mutter des Opfers.
Prozessauftakt vor der Jugendkammer des Ansbacher Landgerichts. Eine 19-Jährige wird wegen Mordes mit Heimtücke an einem 15 Jahre alten Jungen angeklagt.
Im Juni des vergangenen Jahres eskalierte ein Streit zwischen zwei Gruppen bei Pleinfeld. Zunächst kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Danach verletzte die Angeklagte den Jungen mit einem Messer so schwer, dass er trotz Wiederbelebungsmaßnahmen durch die Polizei, noch vor Ort verstarb.
Beim Auftakt der Verhandlungen gab die junge Frau an, sie wolle sich zu den Geschehnissen äußern. Zuerst wandte sie sich an die Mutter des Opfers und entschuldigte sich. Die Mutter nahm die Entschuldigung zwar zur Kenntnis aber nicht an. Als sie weiter schilderte, was an diesem Tag passierte, erklärte sie, dass sie sich an den Grund des Streits und die Messerattacke nicht erinnere.