Ob mittelalterliches Fachwerk, gotische Spitzbögen oder sprudelnde Brunnen – die Altstadt von Heilsbronn hat einiges zu bieten. Was heute Besucherinnen und Besucher bevölkern, war früher die Heimat von Mönchen. Als Selbstversorger lebten und arbeiteten sie hier. Auch heute sind noch einige Überbleibsel dieser zeit zu entdecken.
Das Heilsbronner Münster überragt die Dächer: Heute liegt es mitten in der Altstadt, früher aber war es Teil einer Klosteranlage. Schon seit dem 12.Jahrhundert siedelten hier Mönche. Jutta Gruber führt bereits 25 Jahre lang Interessierte durch die alten Gemäuer der Stadt. Im Brunnenhaus erklärt sie, woher Heilsbronn seinen Namen hat.
Und auch im Stadtwappen spielt Wasser eine wichtige Rolle. Ein dreistufiger Brunnen ist hier abgebildet.
Und die Kraft des Wassers machten sich die Mönche damals auch zu nutze. Und so errichteten sie eine Mühle.
Nach der Reformation ging die Klostermühle in den Besitz des Ansbacher Markgrafen über. An unzähligen Nägeln ließ er hier dann Hopfenblätter trocknen. Doch auch an anderer Stelle prägten Adelige aus dem Geschlecht der Hohenzollern die Stadtgeschichte. Im Münster hatte der fränkische Teil der Familie seine Grablege – mit einer besonderen Quelle.
Mit dem Dreißigjährigen Krieg endete die Zeit von Heilsbronn als wichtige Grabstätte der Hohenzollern. Denn der katholische Feldherr Tilly ließ das Münster plündern. Doch so wirklich wurde in Heilsbronn die Tradition nicht vergessen. Denn noch heute trägt die Stadt im Volksmund den Spitznamen „Kloster“